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Kultur Kompakt: Landtag zeigt Ausstellung russlanddeutscher Kunst

Kultur Kompakt : Landtag zeigt Ausstellung russlanddeutscher Kunst

Werke von Eugen Litwinow und Nikolaus Rode sind bis zum 2. Oktober zu sehen.

Der Landtag Nordrhein-Westfalen zeigt vom 17. September bis zum 2. Oktober die Ausstellung „Mitgebracht. Eugen Litwinow – Nikolaus Rode. Erfahrungswelten russlanddeutscher Künstler“, gemeinsam mit der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland NRW und der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus/Deutschosteuropäisches Forum. Die Kunstwerke geben Einblicke in die Herkunft, Namen und Identität junger Deutscher aus Russland und befassen sich mit der Geschichte von Flucht, Deportation und Leid.

Der 1987 in Kasachstan geborene Berliner Künstler Eugen Litwinow porträtiert in seinem Projekt „Mein Name ist Eugen“ dreizehn junge Russlanddeutsche, die alle den Namen Eugen tragen. Sie sind sich noch nie begegnet, doch alle hießen früher Evgenij. Als sie Anfang der Neunzigerjahre nach Deutschland zogen, wurde ihr Name eingedeutscht. Litwinow gibt Einblicke in ihr Leben, ihre Identitäten und die Herausforderungen des Aufwachsens in einer neuen, nur zum Teil vertrauten Kultur.

Nikolaus Rode zeigt Malerei und Zeichnungen. Der 1940 in Eigental, einer deutschen Kolonie in der Ukraine, geborene Künstler studierte Malerei, Design und Bühnenbild in der Sowjetunion und war in Deutschland als Theatermaler tätig. Die Kunst von Nikolaus Rode behandelt die Themen Flucht und Deportation. Rodes Bilder erzählen ein Schicksal, das er mit vielen teilt, die Krieg, Flucht und Verbannung erleben.

„Mit dieser Ausstellung denken wir auch an ein dunkles Kapitel, das tiefste Spuren auf dem Leidensweg der Russlanddeutschen hinterlassen hat: Eine ganze Bevölkerungsgruppe wurde allein aufgrund ihrer deutschen Herkunft staatlichen Repressionen und einer gesellschaftlichen Ächtung ausgesetzt, nicht nur während des Krieges, sondern über Jahrzehnte: Massendeportationen, Zwangsarbeit in Todeslagern, ein Leben unter Sonderaufsicht in ausgewiesenen Siedlungsgebieten“, sagt der Präsident des Landtags, André Kuper.

Die Ausstellung kann täglich besucht werden nach Anmeldung unter veranstaltungen@landtag.nrw.de oder 0211 884-2129 bzw. -2330. Außerdem können Interessierte sie an den offenen Besucherwochenenden (7./8., 14./15. und 21./22. September 2019) jeweils von 11 bis 17 Uhr ohne Anmeldung besichtigen. Bürgerhalle des Landtags, Platz des Landtags 1.