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Konzert: Tomte - Musik mit vier neuen Farben

Konzert: Tomte - Musik mit vier neuen Farben

Tomte hat eine feste Fangemeinde und begeistert diese im Zakk auch mit dem neuen Album.

Düsseldorf. Frontmann Thees Uhlmann hebt an "Hinter all diesen Fenstern" ins Mikrofon zu singen, er stoppt, tritt einen Schritt zurück - das Publikum singt für ihn weiter. Die Stimmen dröhnen wie aus einem Mund durch das Zakk: "...hinter all diesen Fenstern sitzen Menschen. Du hast es immer geahnt, dass sie es wert sind zu bleiben..."

Ein Lied, das seit 2003 fest in den Köpfen der Tomte-Fans verankert ist: den Text können fast alle auswendig. Während blaues und rotes Licht über das Publikum zuckt, zucken auch die Füße der fünfköpfigen Band im Takt.

Deutsche, teilweise melancholische Texte, der typische harte Tomte-Rhythmus und schnelle Gitarren: Das ist das Erfolgsrezept der Band seit den 90er Jahren. Dementsprechend reagiert das Publikum auf Klassiker wie "Schreit den Namen meiner Mutter" oder "Korn und Sprite" mit begeistertem Kreischen - die Fans schütteln die Haare, klatschen in die Hände und tanzen wild durcheinander.

Dass die Band auch ruhig und melancholisch kann, beweist sie mit ruhigen Liedern wie "Voran voran" oder "Es ist so, dass du fehlst" von der neuesten Platte "Heureka". Doch es sind nicht nur viele neue Lieder dabei, auch einige der Bandmitglieder rund um Thees Uhlmann sind neu: Keyboarder und Bassist spielen erst seit diesem Jahr mit.

Sänger Thees sieht das positiv: "Für mich ist es so, als hätte ich auf einmal vier neue Malfarben in meinem Tuschekasten der Musik. Wir können mehr Variationen in unser Spiel hineinbringen", erzählt er, kurz bevor er seine typische schwarze Lederjacke anzieht und die Bühne stürmt. Dass für die Fans Tomte immer noch Tomte ist, zeigen die Besucherzahlen: das Zakk ist am Donnerstagabend mit 900 Karten ausverkauft.

Von Variationen mit Punk- über Indie- und Rockmusik: Tomte leben die Lieder. Um es mit dem Text vom Lied "Wilhelm, das war nichts" zu sagen: "Eine Liebe zur Musik, eine Liebe zu den Tönen" - das hat die fünfköpfige Band sicherlich. Und dafür lieben sie die Fans.