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Komödie Düsseldorf zeigt „Ekel Alfred“

Komödie Düsseldorf zeigt „Ekel Alfred“

Die Komödie Düsseldorf zeigt sechs Wochen lang „Ekel Alfred“.

Düsseldorf. Es ist eine Zeitreise in das Jahr 1973: Willy Brandt ist deutscher Bundeskanzler, Familie Tetzlaff bereitet sich auf den Silvesterabend vor. An den hellblauen Küchenfliesen kleben die für die Zeit typischen Prielblumen, und im Wohnzimmer steht ein grüngraues Plüschsofa mit Troddeln, hinten in der Ecke fristet der kleine Weihnachtsbaum sein Dasein.

Die Düsseldorfer Komödie bringt die Fernsehserie „Ein Herz und eine Seele“ jetzt auf die Bühne. Das Bühnenbild orientiert sich auch sehr stark an der Serie der 70er Jahre. Zu sehen sind in Düsseldorf die Episoden „Silvesterpunsch“ und „Silberhochzeit“. Die Texte des Bühnenstücks sind eins zu eins aus Wolfgang Menges Fernseh-Klassiker übernommen.

„Wir kommen der Fernsehproduktion sehr entgegen, wollen sie aber nicht kopieren“, sagt Theaterchef Helmut Fuschl. 100 Prozent Ekel Alfred möchte er von morgen bis Ende August an der Steinstraße bieten. Fuschl freut sich auf das Stück, das die erste Kooperation seines Hauses mit der Braunschweiger Komödie am Altstadtmarkt ist.

Alfred-Darsteller Georg Troeger betont, dass er der Rolle einen eigenen Anstrich geben möchte. Er kenne zwar die Serie von damals, habe aber nicht speziell die Serie für die Rolle studiert. „Das Ekel liegt mir einfach“, sagt Troeger und freut sich auf die Rolle, die er bei der Premiere in Braunschweig schon gespielt hat.

Tom Keidel, der im Stück Schwiegersohn Michael spielt, fand Troeger schon vor Jahren die Idealbesetzung für die Rolle. „Damals habe ich mir die Rolle nicht zugetraut, aber als jetzt das Angebot kam, habe ich mich sehr darauf gefreut“, sagt Troeger.

„Das sind moderne Kultfiguren“, ergänzt Keidel. Früher hätte er nie gedacht, einmal eine solche Rolle zu spielen. „Als die Serie lief, war ich noch nicht geboren. Ich kenne die Wiederholungen aus dem Fernsehen, aber früher mochte ich den Humor gar nicht“, erzählt er.

Christiane Rücker, die die „dusselige Kuh“ Else Tetzlaff spielt, sieht in dieser Figur die skurrilste Rolle, die sie in ihrer Schauspielkarriere gespielt hat. „Ich spiele gerne solche Rollen“, erzählt sie. Leider werde sie zu selten für derartige Figuren besetzt. Weil sie nicht in einem Drama spielt, freut sie sich auf die Rolle und die Zuschauer. Augenzwinkernd fügt Rücker hinzu: „Im Moment ist das Wetter ja auch sehr theaterfreundlich.“