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Literatur: Kinder- und Jugendbücher: Lesestoff für den Wunschzettel

Literatur : Kinder- und Jugendbücher: Lesestoff für den Wunschzettel

Die Buchhandlung im Heine-Haus stellte neue und wiederveröffentlichte Bücher für Kinder und Jugendliche vor.

Düsseldorf. Wunschlisten liegen aus im hellen, glasüberdachten Leseraum des Heine-Hauses. An den kleinen Tischen nehmen Eltern, Großeltern, Kinder und Enkel Platz, um zu hören, was Ursula Nowak, Mitarbeiterin der dort beheimateten Literaturhandlung Müller & Böhm, für dieses Jahr zu empfehlen hat. Auf der Liste stehen an die 30 Titel von Kinder- und Jugendbüchern, die jetzt ganz neu oder in neuer Ausgabe veröffentlicht wurden.

Literatur: Kinder- und Jugendbücher: Lesestoff für den Wunschzettel

Bilderbücher für ganz kleine Kinder, Geschichten für Grundschüler, aber auch Literatur für Teenager stehen auf der Tagesordnung. Bei Kaffee, Kakao und süßem Adventsgebäck lauschten nun Groß und Klein, was Frau Nowak an Lesenswertem aufgestöbert hat.

Klassiker wie „Sindbad“, das „Dschungelbuch“ oder der „Zauberer von Oz“ sind in schön bebilderten neuen Editionen erschienen, sagt Ursula Nowak, die auch bekannt ist als Jurorin von „Die Besten 7“ im Deutschlandfunk. Auch eine neue Übersetzung des „Nils Holgersson“ von Selma Lagerlöf legt sie dem Publikum ans Herz.

Aus zwei Werken las Nowak ein paar Passagen: „Frohe Weihnachten, Zwiebelchen“ heißt eine der Top-Empfehlungen aus der Kategorie Bilderbücher. Es stammt von Frida Nilsson und handelt von einem kleinen Jungen auf der Suche nach seinem Vater. Auf dem verrosteten Fahrrad seiner Schwester macht er sich auf den Weg durch den Schnee nach Stockholm — eine aussichtslos weite Reise. Trotz trauriger Rückschläge gibt es in diesem Vorlese-Buch für kleine Kinder ein Happy End.

Auch ums Reisen geht es in Ute Wegmanns „Hoover“, ein Buch für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren. Ein Teenager will seinem Opa zu Weihnachten den Traum erfüllen, einmal nach Paris zu reisen. Als Straßenmusiker versucht der Junge, Geld zu verdienen für das Geschenk. Zusammen mit einer Freundin entführt er den Großvater aus dem Krankenhaus — und los geht das Abenteuer, das in einem Thalys-Zug seinen Anfang nimmt.

Etwas älteren Lesern ab etwa 14 Jahren empfiehlt Frau Nowak beispielsweise das Buch „Wehrlos“ von Susanne Clay. Die Autorin schildert das Schicksal einer jungen Frau, die aus dem engen Korsett einer religiös fundamentalistischen Familie ausbricht, um in Freiheit, aber zunächst ohne Pass, ihr Glück zu suchen.