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Internet: Der Museumsbesuch am Rechner

Internet: Der Museumsbesuch am Rechner

Immer mehr Düsseldorfer Museen nutzen soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter.

Düsseldorf. 2123 Fans zählte das Forum NRW am Donnerstag auf dem sozialen Netzwerk Facebook. Am Freitag sind es wahrscheinlich schon wieder ein paar mehr.

Das Forum NRW führt damit eine kürzlich erschienene Top20-Rangliste von deutschen Museen an, die sich auf sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, StudiVZ, YouTube oder Flickr präsentieren. Das Museum Kunstpalast kam immerhin noch auf Rang 14.

Auch andere Düsseldorfer Museen haben inzwischen Kurs Web 2.0 aufgenommen und nutzen diese Möglichkeiten um mit ihrem Publikum schnell und interaktiv in Kontakt zu treten.

So ist das Stadtmuseum seit Anfang März auf allen gängigen Internet-Platformen vertreten, die Kunstsammlung NRW, oder das Heine-Institut, sie alle nutzen die Möglichkeiten des sozialen Netzes.

Für Werner Lippert, Leiter des Forums NRW, macht das Engagement von Museen im Internet allerdings nur Sinn, wenn es nicht beim bloßen Dabeisein bleibt: "Man muss die Präsenz authentisch machen und sich auf dieses Medium einlassen. Sonst kann man es ganz bleiben lassen."

Auf das Medium einlassen bedeutet beispielsweise, Blogger (Internet-Tagebuchschreiber) zu Pressekonferenzen einzuladen, kleine Foto-Wettbewerbe für die Besucher zu organisieren oder direkt im Netz Diskussionen anzustoßen. Ziel ist, neben der Steigerung der Besucherzahlen auch ein schnelleres Feedback zum Ausstellungsangebot zu erhalten.

Das Forum NRW bietet auch eine Applikation fürs Handy an, die den Besuchern neben aktuellen Informationen zum Haus auch einen Audioführer zur momentanen Mapplethorpe-Ausstellung anbietet.

Wer also mit dem Telefon am Ohr durch die Ausstellungsräume wandert, ist somit nicht länger ein unhöflicher Kunstbanause, sondern technisch auf der Höhe seiner Zeit. Zusätzlich gibt die Anwendung noch Ausgehtipps für die Zeit vor und nach dem Museumsbesuch.

Das Stadt- museum bietet seinen Fans aktuelle Informationen zu Führungen und Veranstaltungen, verlinkt zu Podcasts (abonnierbare Audio- und Videodateien im Internet), auf die Seiten der Stadt oder zum Freundeskreis des Museums, der mittlerweile auf Facebook auch sein eigenes Konto unterhält. Auch die Kunstsammlung NRW diskutiert auf ihren Seiten mit den Besuchern beispielsweise über das neue Logo.

Auch das Heine-Institut ist seit einigen Monaten im Web 2.0 angekommen. Mit aktuell 53 Freunden hält sich die Facebook-Fangemeinde zwar noch im bescheidenen Rahmen, wächst aber langsam und beständig.