1. NRW
  2. Düsseldorf
  3. Kultur

In der Komödie in Düsseldorf geht es nach der Corona-Pause wieder los

Düsseldorf : Komödie kehrt langsam aus Pause zurück

Auf der Bühne des Theaters geht es nach der Corona-Pause wieder los: Mit einem kostenlosen, vielfältigen Programm will sich das Theater bei den Zuschauern für deren Treue bedanken.

Mit einem dreitägigen Eröffnungsprogramm meldet sich die Komödie am ersten Oktober-Wochenende aus der corona-bedingten Zwangspause zurück. Der Eintritt ist für die Zuschauer frei. „Ein Geschenk des Theaters an unsere treuen Zuschauer“, sagt Theaterleiterin Katrin Schindler: „Wir waren so lange nicht da und haben gemerkt, was uns gefehlt hat. Jetzt wird alles neu zum Leben erweckt.“

Nach dem Auftakt am vergangenen Donnerstag gibt es am Freitag, 2. Oktober, von 19 bis 21 Uhr, und Samstag, 3. Oktober, 16 bis 20 Uhr, diverse Darbietungen mit einer Länge von je 20 Minuten. Peter Millowitsch liest Ringelnatz, Andrea Spatzek singt Wiener Lieder, es werden Liebesgeschichten vorgetragen und eine Kurzversion von „Tratsch im Treppenhaus“ gespielt. Das Programm – darunter eine Probe des Einakters „Der Bär / Der Heiratsantrag“ – zieht sich durchs ganze Haus, moderiert von den Schauspielern Inka Luza und Christof Düro. Feste Uhrzeiten sind nicht angesetzt. „Wann immer jemand kommt, wird er etwas erleben können“, verspricht Theaterleiterin Katrin Schindler. Danach gibt es noch einmal „Opa wird verkauft“ (4. bis 8. Oktober). Als erste Premiere folgt am 14. Oktober „Schlüssel für Zwei“.

Die Theaterleiterin geht mit einem guten Gefühl in die Saison. Man habe eifrig an Hygienekonzepten gearbeitet, „damit weder Zuschauer noch Künstler noch Mitarbeiter gefährdet sind“. Katrin Schindler ist eine Kämpferin. Gleich nach dem Lockdown habe sie nach vorne geschaut. „Über wöchentliche Video-Konferenzen mit dem Team und den Schauspielern hielten wir Kontakt“, erzählt sie: „Baustein um Baustein kam zusammen, bis der Spielplan stand. Wir taten so, als würde es bald wieder losgehen. Das erleichterte die ­Durststrecke.“

Mit harten Zeiten kennt sie sich aus, nicht erst seit der Corona-Pandemie: Noch ist nicht entschieden, wo die Komödie ab 2021 untergebracht wird. Im Juni läuft der Mietvertrag an der Steinstraße in Düsseldorf aus. Das Haus soll umgebaut und anderweitig genutzt werden.

Obwohl die Chancen gering sind, hat Schindler die Hoffnung nicht aufgegeben, ihre Bühne ins Hofgärtnerhaus verlegen zu dürfen, sobald das Theatermuseum ausgezogen ist. „Dazu muss die Stadt sich äußern“, sagt sie: „Der Denkmalschutz betrifft nur die Fassade, bestimmt gäbe es Möglichkeiten, die Innenräume ­herzurichten.“

So oder so, es braucht ein Übergangsquartier ab Sommer. „Vielleicht helfen uns ja die Düsseldorfer“, hofft sie. Nur ungern geht sie auf das seit vier Jahren anhängige Insolvenzverfahren ein. Das beträfe sie nicht mehr. Die Komödie sei jetzt eine gemeinnützige gGmbH, mit dem Förderverein als Träger. „Das haben wir durch private Mittel und Unterstützung geschafft“, stellt sie klar: „Wir sind immer offen mit dem Thema umgegangen, aber ich würde gern mal einen Artikel lesen, der die Insolvenz ausspart.“ Woher nimmt sie ihr positives Denken? „Ich bin mit guter Laune auf die Welt gekommen“, antwortet Schindler: „Alles wird sich fügen. Jetzt sollen die Menschen spüren, dass sie in ein fröhliches Theater kommen.“ Passend dazu lautet das Motto der Spielzeit: „Lachen ist gesund.“