Jazz: Im Fokus: Jazz in Düsseldorf

Jazz: Im Fokus: Jazz in Düsseldorf

Der Jazz gehört zur Stadt, auch jenseits der Rally. Wir widmen uns dem Genre und werfen einen Blick auf ganz unterschiedliche Events in nächster Zeit.

Gehört Jazz zu Düsseldorf? Ja, und das nicht nur durch die allseits bekannte Jazz Rally, die zu Pfingsten Düsseldorf regelmäßig mit jazzigen oder auch jazzähnlichen Klängen füllt. Auch dieses Jahr vom 6. bis zum 9. Juni dreht sich ein Wochenende lang alles um die so breite und doch so klar abgegrenzt scheinende Welt des Jazz. Highlights wie das Harry Allen Quartett aus den USA oder auch Aloe Blacc, der in sich mehrere Stilrichtungen aus der Soul,- Folk-, R&B- oder Pop-Sphäre miteinander verschmelzend, wohl die Grenzen dessen, was unter dem Schlagwort Jazz alles subsumiert werden kann, sehr dehnen mag. Immerhin kündigt die Jazz Rally ihn als einen der Höhepunkte ihres Programms an.

Doch auch ohne die Rally findet in Düsseldorf nahezu täglich Jazz statt, in größerem Rahmen, am Fokuspunkt der Szene in der Jazz-Schmiede oder auch bei ganz kleinen Sessions mal hier, mal da, ganz lokal. Es gibt neben den Profis, die in Düsseldorf ansässig sind oder regelmäßig die Stadt besuchen, zahllose Hobby-Jazzer, die sich mit Gleichgesinnten treffen, um gemeinsam gute und ehrliche Musik zu machen. Das ist wohl eine der wunderbaren Seiten des Jazz, das gemeinsam Improvisieren, neue Klänge ausprobieren oder einfach nur sich in der Kneipe um die Ecke mit dem Saxophon hinstellen und die Seele in Töne gießend musikalische Gefühle und Gedanken mit Mitmenschen teilen.

Jazz gehört nun mal fest zu Düsseldorf dazu. Was nun Jazz alles sein kann, das wissen diejenigen, die es selbst machen, oft am besten. Und je nachdem, wen man fragen möchte, würde man verschiedene – vielleicht auch mal ganz unterschiedliche – Antworten erhalten. Jazz ist nicht gleich Jazz und das ist auch gut so. Es gibt die unterschiedlichsten Strömungen, Stilrichtungen, bei denen ein jeder seinen eigenen Favoriten finden kann ob nun in der Jazz-Schmiede, dem Em Pöötzke in der Altstadt, ob bei ausgesuchten Jazz-Konzerten in der Tonhalle, im Robert-Schumann-Saal, dem Weltkunstzimmer, im Savoy oder auch im Maxhaus, um nur die bekannteren Orte zu nennen.

Wir werfen gerne einen Blick auf das kommende Programm:

Schon am Freitag, den 11. Januar, kommt das Denis Gäbel Quartet gemeinsam mit Reuben Rogers und Clarence Penn in die Jazz-Schmiede (Himmelgeister Straße 107g). Das Konzert wird übrigens vom Deutschlandfunk mitgeschnitten. Das Niels Klein Trio trifft am 18. Januar auf das EOS Kammerorchester aus Köln und lotet Genre-Grenzen zwischen Jazz und Klassik aus. Auch in die Schmiede kommt etwa die Gruppe um Laura Totanhagen ( 25. Januar). Im Februar beispielsweise bietet die Jazz-Schmiede Auftritte von Heiner Rennebaum (2. Februar) oder ein Gastspiel der WDR Big Band unter dem Schlagwort „WDR Jazzpreis Revisited“ am 8. Februar. Sie wird die vergangenen WDR Jazzpreise Revue passieren lassen. Am 15. Februar sind Stefan Karl Schmidt und Philipp Brämswig mit ihrem „4tett“ in der Jazzschmiede zu Gast. Sie repräsentieren eine junge Generation des „zeitgenössischen Jazz“.

In das Maxhaus (Schulstraße 11) kommt am 31. Januar Sebastian Studnitzky mit seiner „Memento orchestral experience“ – wieder übrigens eine besondere Mischung aus den verschiedensten Stilen, Jazz trifft auf Klassik, gemischt mit elektronischen Elementen.

Am 24. Februar gibt es im Robert-Schumann-Saal (Ehrenhof, Kunstpalast) Jazz zu erleben. In der Reihe „Original und Fälschung“ spielt das Engstfeld/Weiss-Quartett. In die Tonhalle (Ehrenhof) hat unter anderem Heinersdorff-Konzerte den britischen Jazz-Star Chris Barber geholt. Er ist dort mit Band am 23. Januar zu erleben.

Im Em Pöötzke (Mertensgasse 6) gibt es beispielsweise am 14. Januar einen „Combo-Abend und Jazz-Session“ in Kooperation mit dem Institut für Musik und Medien der Robert Schumann Hochschule: „RSH goes Pöötzke“. An gleicher Stelle in der Altstadt gibt es auch regelmäßige Veranstaltungsreihen.


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