Heinersdorff-Konzerte 19/20: Ein Überblick

Konzerte : Die neuen Heinersdorff-Konzerte

Die kommende Saison des „Klassik“-Veranstalters bringt sowohl Populäres als auch Anspruchsvolles.

Die Heinersdorff-Konzerte holen die internationale Kunstmusik-Welt nach Düsseldorf. Saison um Saison füllt man das Versprechen, das in dem Slogan „Klassik für Düsseldorf“ impliziert ist, mit Leben. Wenngleich natürlich auch viel überaus wertige „Klassik“ auch außerhalb vom Heinersdorff-Kosmos seinen Weg in die Landeshauptstadt findet und zudem Heinersdorff nicht nur explizit „klassische Musik“ – selbst wenn man den Begriff weit fasst – in seinen Konzerten präsentiert. Schwerpunkt indes ist große Orchestermusik aus aller Welt.

Wir haben einen Monats-Führer für die Saison 2019/20 zusammengestellt, der durch die Vielfalt der Konzerte leitet:

Oktober 2019 Der Auftakt gehört dem Klavier, das im Programm von Heinersdorff traditionell eine zentrale Rolle spielt: Am 3. Oktober in der Reihe „Piano Solo“ mit Seong-Jin Cho. Sängerin Ute Lempers Auftritt am 11. dieses Monats wiederum steht unter anderen musikalischen Vorzeichen: Kurt Weills „Die sieben Todsünden“. Den ersten Orchesterabend mit romantischem Repertoire gibt es am 29. Oktober mit dem Orpheus Chamber Orchestra und Jan Lisiecki (er kommt auch solistisch am 11. Januar) am Klavier. Passend zum Mendelssohn-Saal der Tonhalle ein pures Programm aus dessen Feder. Zwei Klavierkonzerte und die allseits beliebte „Italienische“, die gewiss als ein absoluter Schlager unter „Klassik-Fans“ gelten muss.

November 2019 Er ist wieder zu Gast, Igor Levit; spielt am 8. gemeinsam mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra unter der Leitung von Manfred Honeck. Mozarts Klavierkonzerte erfreuen sich ungebrochen großer Beliebtheit als preziose Solostücke im Orchesterrausch – in diesem Fall KV482, vorangestellt der 5. Sonfonie von Schostakowitsch. In der Reihe „Faszination Klassik“ kommt das definitiv populärste Highlight. Wenn auch etwas klischeebehaftet, wird der Abend am 20. November mit Bizets „Carmen-Suite“, der „Rhapsody in Blue“ und, um das noch zu übertrumpfen, unter anderem Ravels „Boléro“ (Orchestre philharmonique de Strasbourg, Marko Letonja, Leitung, am Klavier Francesco Tristano). Das Russisches Nationalorchester besucht am 28. Düsseldorf. Mikhail Pletnev wird Tschaikowskys Klavierkonzert Nr. 1 interpretieren, am Pult steht Kirill Karabits. Auch Max Richter besucht erneut die Tonhalle (29. November).

Dezember 2019 Jazzig wird es mit dem Avishai Cohen Trio am 6. Dezember. Und vor Weihnachten gibt es auch ein wirklich rundum symphonisches Adventsgeschenk. Brahms’ „Erste“ (Sinfonie), Bruchs Violinkonzert und Wagner bringen die Bamberger Symphoniker mit (Ray Chen, Violine, Jakub Hrůša, Leitung).

Januar 2020 Das neue Jahr verspricht eine große Hommage an Beethoven im Beethovenjahr. An gleich zwei Tagen spielen der begnadete Meister des klassischen Klavierklangs Rudolf Buchbinder und unter seiner Hand die mit höchster Klangtradition und dennoch innovativer Verve ausgestatteten Wiener Symphoniker Beethoven auf Beethoven: Die Klavierkonzerte, am 15. 2,3,4 am 16. 1 und 2. Ein würdiges Geburtstagspräsent für den 250. von „Ludwig van“. Das Orchestra dell‘Accademia Nazionale di Santa Cecilia gastiert am 20. Januar mit Beethoven, Mendelssohn (Violinkonzert) und Schumanns „Frühlingssinfonie“. Am Pult Sir Antonio Pappano, Violine Janine Jansen.

Februar 2020 Definitiv ein musikalisches Leckerbissen bietet der 5. dieses Monats mit der Academy of St Martin in the Fields, die unter anderem das großartige Divertimento von Bartók spielen werden. Am Klavier, wieder mit einem Mozart-Klavierkonzert, der Türke Fazıl Say. Russisch wird es erneut mit dem Staatlichen Sinfonieorchester Russland „Svetlanov“, die den extrovertierten Geiger Nemanja Radulovic im Gepäck haben. Auf dem Programm natürlich Tschaikowsky und Strawinsky (19.).

März 2020 Populär wird es am 7. mit Max Mutzke. Am 13. gibt David Fray seinen Solo-Klavierabend. Im Fokus Bachs Goldberg-Variationen – ein Abend für den geneigten Connoisseur. Ein Treffen von Titaten in vielerlei Hinsicht erwartet das Publikum am 15. März. London Philharmonic Orchestra plus

Anne-Sophie Mutter, Violine plus Pablo Ferrández, Violoncello plus Khatia Buniatishvili, Klavier und schließlich Robin Ticciati am Pult ergibt: Beethovens Tripelkonzert und Mahlers Sinfonie Nr. 1 „Titan“. Auch Joshua Bell gastiert in Düsseldorf (16.), gemeinsam mit dem hr-Sinfonieorchester (Leitung: Andrés Orozco-Estrada) steht Brahms und Strauss auf dem Programm. Lucas und Arthur Jussen beehren mit der Amsterdam Sinfonietta und Candida Thompson uns am 31. März.

April 2020 Grigory Sokolov, der große russische Pianist gastiert am 20 April. Programm noch unbekannt. Das dürfte hingegen bei dem Bruckner Orchester Linz keine Überraschung sein. Sie spielen die 4. ihres Namensgebers unter Markus Poschner. Für einen Gegenpol sorgt Martin Grubinger, Percussion.

Mai 2020 Fatoumata Diawara holt Weltmusik in die Stadt (2.) und schließlich ist auch Daniel Hope wieder zu Gast.

Ergänzt wird das Programm durch vier Konzerte der Reihe „Talente Entdecken“, das Weihnachts- und Silvesterkonzert.

Alle Konzerttermine und Karten:

heinersdorff-konzerte.de