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"Gute Nacht, Harry!" in Düsseldorf: Junge Schauspieler rezitieren Heine zu Jazz

„Gute Nacht, Harry!“ im Palais Wittgenstein : Ein Heine-Abend von jungen Menschen für junge Menschen

„Gute Nacht, Harry!“ soll neues Publikum für das Werk des Dichters gewinnen.

Er gilt als der letzte Vertreter der Romantik und zugleich als ihr Überwinder: Da liegt es nahe, sich auch mit Heinrich Heines romantischen Beziehungen auseinanderzusetzen. Das haben nun junge Schauspieler getan und daraus die Veranstaltung „Gute Nacht, Harry!“ konzipiert, die am Freitag, 19. November, um 20 Uhr im Palais Wittgenstein Premiere feiert.

Die Jungschauspieler Paula Luy und Victor Maria Diderich von der Schauspielschule Der Keller in Köln rezitieren Texte des großen Dichters. Begleitet werden sie dabei in der ersten Ausgabe von einem Jazz-Ensemble der Robert-Schumann-Hochschule. Inhaltlich beschäftigen sich die Texte mit der romantischen Seite Heines: Seine Beziehungen zu seiner Ehefrau Mathilde, aber auch seine unglückliche Liebe zu seiner Cousine Amalie Friedländer und die späte Liebschaft mit Elise Krinitz, von ihm liebevoll „Mouche“ genannt, spielen eine Rolle. Ein Abend der großen Gefühle also. Denn auch wenn nicht jede seiner Liebschaften gut ausging, so versprechen sie zumindest immer eine gute Geschichte, ganz nach Heine: „Die Liebe ist immer eine Art Wahnsinn, mehr oder minder schön.“

Das Besondere an der Veranstaltung des Heinrich-Heine-Instituts ist, dass die gesamte Konzeption in den Händen der jungen Künstler lag. Ursprünglich entstanden ist die Idee zu „Gute Nacht, Harry!“ in Zusammenarbeit mit der EMBA Düsseldorf (Europäische Medien- und Business-Akademie). Deren Marketing-Studierende feilten zunächst an dem Konzept und der Strategie, die Studenten der Robert-Schumann-Hochschule und die Schauspielschüler aus Köln erstellten dann den Inhalt. Entstanden ist ein Heine-Abend von jungen Menschen für junge Menschen. Doch auch das Stammpublikum sei natürlich herzlich willkommen, wie Maren Winterfeld, zuständig für die Veranstaltungen des Heine-Instituts, sagt: „Vielleicht findet man ja sogar noch mal einen ganz neuen Zugang zu Heinrich Heine.“

 Paula Luy spielte bereits in mehreren Serien mit.
Paula Luy spielte bereits in mehreren Serien mit. Foto: Tom Becker

Info Nach der Premiere am 19. November gibt es noch zwei weitere Aufführungen am 11. und 13. Dezember, jeweils um 17 Uhr, dann im Heinrich-Heine-Institut. Eine Anmeldung ist unter anmeldungen-­hhi@duesseldorf.de oder Tel. 0211 8995571 möglich. Der Eintritt kostet sechs Euro, ermäßigt drei Euro.