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Große Opern trotz Spardrucks

Große Opern trotz Spardrucks

Rheinoper stemmt üppiges Programm mit mehr als 300 Vorstellungen in beiden Städten.

Düsseldorf. Nach der schwierigsten Spielzeit in der Geschichte der Deutschen Oper am Rhein — die Theater-Ehe mit Duisburg kriselte, Kosten erhöhten sich — gehen Intendanz und Geschäftsführung gewappnet in die Ausarbeitung der Saison 2013/2014.

Es wird zwei Opernpremieren weniger geben, beim Ballett bleibt alles gleich und die Aufführungsziffern in Düsseldorf sollen auf Vorjahreshöhe verbleiben. Nach neunjähriger Stabilität sollen die Preise für die Abonnements nun um etwa zehn Prozent steigen.

Laut Geschäftsführer Jochen Grote sei das Abo aber weiterhin um 50 Prozent günstiger, als der Erwerb gleichwertiger Einzelkarten. Zudem handhabt man das Abo jetzt lockerer: Es gibt einen Mengenrabatt in Höhe von 50 Prozent bei Abnahme von acht Karten für Vorstellungen nach Wahl. Preis: zwischen 108 und 360 Euro. Schüler und Studenten erhalten einen Sonderpreis: acht Karten für 72 Euro.

Unter den Düsseldorfer Premieren befinden sich Übernahmepremieren aus Duisburg sowie Koproduktionen mit anderen Häusern. Aus der Komischen Oper Berlin kommt im Dezember etwa die gefeierte Produktion von Mozarts „Zauberflöte“ (Regie: Barrie Kosky) an den Rhein, aus Bonn Verdis „La Traviata“ (Regie: Andreas Homoki) im Februar 2014.

Weitere Premieren: Wagners „Lohengrin“ (Regie: Sabine Hartmannshenn) Januar 2014, Benjamin Brittens „Death in Venice“ (Immo Karaman) im Juni 2014 und die Uraufführung von Hauke Berheides „Der Troll“ im Juni 2014. Ballettchef Martin Schläpfer vergibt eine Auftragsarbeit an die renommierte Komponistin und Lachenmann-Schülerin Adriana Hölszky. Sie komponiert Ballettmusik mit dem Titel „Deep Field“. Termin: 23. Mai 2014.