„GRM Brainfuck“ im Düsseldorfer Schauspielhaus Blick in Zukunft erfasst gefährliche Gegenwart

Düsseldorf · Der Blick in die Zukunft erfasst eine gefährliche Gegenwart: Im Düssel­dorfer Schauspielhaus bot Regisseur Sebastian Nübling die Uraufführung von Sibylle Bergs Stück „GRM Brainfuck“.

 Oben auf dem LED-Bildschirm Gabriela Maria Schmeide und Johannes Hegemann, unten die Rebellen.

Oben auf dem LED-Bildschirm Gabriela Maria Schmeide und Johannes Hegemann, unten die Rebellen.

Foto: Kraffft Angerer

Ein Paar wie aus der Werbung blickt aus der Zukunft zurück. Hoch über der Drehbühne im Großen Haus des Schauspielhauses zeigen die beiden ihre strahlenden Gesichter unnahbar auf einem riesigen LED-Bildschirm. Dort erinnern sie an eine Welt, die sich neu sortierte. Eine Welt, die sich Sibylle Berg nicht auszudenken brauchte. Die Autorin hat für ihren Roman „GRM Brainfuck“ von 2019 und ihre jetzt von Sebastian Nübling uraufgeführte Dramatisierung gründlich recherchiert und die Miseren der Gegenwart auf 100 Minuten verdichtet. Das Ergebnis ist eine Dystopie als bilderstarker Abend aus Wort, Tanz und Musik – fast ein Musical.