Familenfest in der Düsseldorfer Tonhalle

Musik : Familienfest in der Tonhalle

Diesmal gibt es am Tag der offenen Tür im Konzerthaus am 30. Juni neben Musik ganz viel zum Selbermachen.

Wenn Familien die Tonhalle (am Ehrenhof) erobern, Musik für die ganz Kleinen, aber auch Großen im Mittelpunkt steht und ein Jeder den Konzerttempel mit der großen Kuppel ganz für sich erkunden kann ist Familienmusikfest. Am 30. Juni öffnet die Tonhalle ihre Toren – zwischen 12 und 17 Uhr kostenlos – für alle Interessierten und bietet traditionell an diesem Tag der offenen Tür ein Programm für alle Menschen, die das Haus kennenlernen möchten.

An diesem Tag präsentieren sich auch alle hauseigenen Ensembles in Konzerten, darunter das Kinderorchester, das U16-Orchester der Tonhalle oder das Publikumsorchester. Hierbei werden im Mendelssohn-Saal die einzelnen Ensembles eine bunte Reise durch ein ausgesuchtes kunstmusikalisches Repertoire unternehmen.  Ob nun mit Mendelssohn, Beethoven oder Arturo Márquez. In kompakten Konzerten zeigt sich die Tonhalle einerseits als ganz klassischer Konzertsaal und wie schön es doch sein kann, Musik zu lauschen, Klänge und Melodien zu entdecken, sich von der Magie von Kunstmusik – nicht selten als „Klassik“ geduzt – anstecken zu lassen.

Doch dieses Jahr gibt es zudem einen ganz besonderen Akzent, einen interaktiven. Gab es zwar auch schon die Jahre zuvor vor der Tonhalle die bespielbaren interaktiven Klankskulpturen des Mobilen Musik Museums von dem Düsseldorfer Klangkünstler und Kulturpädagogen Michael Bradke zu erleben, so besiedeln die kleinen und großen Experimentierstationen diesmal das Innere der Tonhalle. Ob Erdxylophon, Monsterflöte, Komponiermaschine, Samplophon, Stimmenwunder oder Pumporgel – Instrumente und Installationen in XXL stehen überall im Planetarium der Musik bereit, heißt es in der Ankündigung. Diese Flut an Klangexperimenten wird die Tonhalle in ein von Tönen durchdrungenes großes Laboratorium verwandeln – dass man dafür diesmal auf die beliebten Backstage-Führungen verzichten muss, ist natürlich etwas schade. Neu ist indes auch, dass es dieses Jahr ein Abschlusskonzert mit Bradke in der Rotunde im Foyer der Tonhalle geben wird.

Bevor die Tonhalle sich also ganz und gar dem freien Spiel mit Ton und Klang öffnet, gibt es aber auch noch ein richtiges Konzert mit allem, was dazugehört um 11 Uhr. Hierzu ist übrigens der Eintritt nicht frei. Karten Kosten günstige 13 Euro, für Kinder 7 Euro.

Die Düsseldorfer Symphoniker, unter der Leitung von Harish Shankar, widmen sich den Hochs und Tiefs. Ganz der Mode entsprechend, also dem zurzeit so präsenten Thema Klima und Wetter. Man möchte, wie es heißt, die Großwetterlage in den aufregendsten Orchesterwerken durchforsten. Ein Familienkonzert, bei dem es aber nicht nur Musik geben wird. Das Theater Kontra-Punkt schlüpft in die Rolle von Forschern, die Musik auf Wetterphänomene hin untersuchen möchten. Das spielerische Unterfangen wird musikalisch gestaltet mit Arrangements und Kompositionen von Felix Janosa.

Für alle, die den Sonntag kaum erwarten können, sei die Familienwoche noch ans Herz gelegt. Die schon am Samstag, 22. Juni, startet. Bis einschließlich Donnerstag, 27. Juni, gibt es in der Tonhalle Musikalisches aller Art für Kinder aller Altersklassen. Ob Sterntaler für 2- bis 3-Jährige oder auch Plutino für 4- bis 5-Jährige oder sogar Himmelblau für 0- bis 1-Jährige, die Tonhalle gilt zurecht als offen für alle Generationen. Übrigens, das sieht man nicht nur in diesem Kontext. Auch bei großen Konzerten finden sich zunehmend Kinder und junge Menschen.

Alle Informationen zu den Konzerten der Familienwoche, dem Familienmusikfest und dem Familienkonzert „Zum Donnerwetter“ (ab 6 Jahren) unter der Internetadresse:

tonhalle.de

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