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Kunstmeile Kulturinitiative Unterbach: Einblicke in die örtliche Kunstszene

Kunstmeile Kulturinitiative Unterbach : Einblicke in die örtliche Kunstszene

Bei der Kunstmeile waren Unterbacher eingeladen, sich einmal in unüblichen Galerien umzuschauen.

Düsseldorf. Ob abstrakter Expressionismus oder doch Pop-Art-Kunst: am Wochenende gab es in Unterbach so einiges zu sehen. Zum 18. Mal hatte die Kulturinitiative Unterbach ihre Kunstmeile aufgebaut. Unterbacher Geschäftsleute, Institutionen und Bürger stellten dabei ihre Räume zur Verfügung, um Künstlern der Gruppe „unart“ und eingeladenen Gastkünstlern die Chance zu geben, ihre Werke bürgernah im Stadtteil zu präsentieren.

An dreizehn verschiedenen Stationen gab es Fotografien, Skulpturen, Malereien und auch Schmuckdesign zu entdecken. Die kleinen Ausstellungen verteilten sich zwischen dem Landhotel Am Zault, über die ganze Gerresheimer Landstraße, bis hin zur Galerie Eichenwand auf der Rathelbeckstraße.

Elisabeth Wagner und Kerstin Grobler waren zwei der Künstlerinnen, die zum wiederholten Mal in Peter Dicks „Weinquelle“ ihre Kunst ausgestellt haben. Ihre Besucher konnten sich aber nicht nur mit ihrer Kunst vertraut machen, sondern auch bei der parallel stattfindenden Weinmesse informieren. „Wir vertreten mehrere Stile und malen mit unterschiedlichen Farben. Ich befasse mich momentan mit reduzierter Kunst und Formen, bei meinem letzten Projekt habe ich versucht, durch Ausmalen von Flächen und Linien Weißräume einzufangen“, erzählt Kerstin Grobler. Elisabeth Wagners Malereien sind dagegen im Stil des Neo-Expressionismus angelegt. Sie stelle gerne Natur und Menschen mit knalligen Farben dar. Natur und die Abstraktion der Natur stehen bei ihr im Fokus.

Im vergangenen Jahr sind rund 300 Besucher gekommen. Und auch in diesem Jahr lief es gut: „Das ist natürlich auch den Räumlichkeiten zu verdanken“, sagt Wagner. Die ausgestellten Malereien standen bei ihr an den zwei Tagen auch zum Verkauf.

Genau so war es auch bei Wolfgang Kühns Ausstellung im „Zentrum Plus“ der Awo. Dort gab es Arbeiten von ihm und seiner Frau zu sehen. Seine Fotografien und Malereien zeigen kleine Ausschnitte tanzender Menschen. „Es gibt schon einige Interessenten für bestimmte Bilder, aber es fällt uns immer schwer, unsere Werke zu verkaufen. Man kann sich nicht so einfach davon trennen“, sagt er.

Auch junge Künstler machen bei der Kunstmeile mit. Beim Jugendtreff der Awo präsentierten Kinder und Jugendliche ihre übers Jahr gestalteten Kunstwerke. Der Treff war zum fünften Mal dabei und bietet den Kindern ein Mal wöchentlich ein Kreativangebot. „Kinder probieren gerne aus und haben bei uns die beste Möglichkeit, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Bei dem ganzen Alltagsstress und Verpflichtungen bieten wir den Kindern an, selbst zu entscheiden, was sie machen wollen. Hier gibt es keinen Zwang“, erklärt Torsten Hinzen, Leiter der Einrichtung.

Neben Fotografien und Action-Paintings gab es auch abstrakte Skulpturen im Garten zu besichtigen.