„Ehring geht ins Konzert“ wird diesmal chinesisch

Kultur Kompakt : „Ehring geht ins Konzert“ wird diesmal chinesisch

Bei dem Konzert am Sonntag in der Tonhalle steht der musikalische Dialog zwischen China und Europa auf dem Programm.

In der Reihe „Ehring geht ins Konzert“, bei der Christian Ehring moderierend durch immer wechselnde Programme leitet, geht es diesmal um die Verbindung von Ost und West. Unter dem Motto „Barocke Exportschlager“ stellt die Tonhalle westeuropäische und chinesische Musik gegenüber. Genauer gesagt, die Vermählung beider musikalischen Welten.

Mit chinesischer Kultur werden unzählige Klischees assoziiert, dabei geht es nicht selten um aus westlicher Sicht entsprungene Projektionen. Schlagwort hier der Eurozentrismus, aus dessen Perspektive heraus eine Fiktion des Exotischen geschaffen wird. Diesen Fiktionen möchte dieses Konzert etwas entgegensetzen, heißt es in der Ankündigung, wenngleich man auf Werke europäischstämmiger, aber in China wirkender, Komponisten des Barock zurückgreift. Dazu widmen sich das Ensemble Concert de l‘Hostel Dieu, Zhang Hong-Li Gesang gemeinsam mit dem Ensemble Huaxia, die mit traditionellen chinesischen Instrumenten spielen, Werken von Corelli, Teodorico Pedrini aber auch Joseph-Marie Amiot. Jener war ein französischer Jesuit, der sich im 18. Jahrhundert als erster ernsthaft mit chinesischer Musik auseinandersetzte. Pedrini wiederum war ein italienischer Missionar, der zeitgleich Cembalist und Komponist war. Laki

Konzert am Sonntag um 16.30 Uhr in der Tonhalle am Ehrenhof. Weitere Informationen und Restkarten online:

(Laki)
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