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Robert-Schumann-Saal: Duo Poplounge: Klavier, Gitarre — und zwei starke Stimmen

Robert-Schumann-Saal : Duo Poplounge: Klavier, Gitarre — und zwei starke Stimmen

Das Duo Poplounge, bestehend aus Philipp Sutter und Henning Neuser, tritt am Samstag im Robert-Schumann-Saal auf.

Düsseldorf. „Wir spielen und singen nur Songs, die wir lieben.“ Das Beste aus Pop und Jazz. Ob von Billy Joel, Elvis Presley, Stevie Wonder oder Sting. Dabei benötigen Philipp Sutter und Henning Neuser, beide Anfang 40, lediglich Klavier und Gitarre. Und ihre Stimmen. Reduziert, aber wirkungsvoll sind die Arrangements, die sie für ihre Auftritte selber schreiben. Die Beats (rhythmischen Schläge) erzeugen sie am Klavier mit der Bass-Stimme und durch Gitarren-Anschläge.

Seit ihrer Studienzeit an der Kölner Musikhochschule treten Sutter und Neuser gemeinsam auf. Unter dem Namen „Die Poplounge“ sind die bekannt geworden — sorgen für den richtigen Sound bei Sendungen im WDR, wie „Montalk“, bei Events von großen Firmen und Konzernen und bei Unterhaltungs-Shows. „Häufig tanzen die Menschen, wenn wir die Ohrwürmer aus Jazz und Pop spielen. Ganz spontan“, sagen sie. Doch reine Tanzmusik? Diese Bezeichnung weisen sie von sich. „Es geht uns um die Songs“, sagt Neuser.

Erstmalig tritt das Duo jetzt mit einem Orchester auf — am Samstag um 21 Uhr im Robert-Schumann-Saal, mit der Schumann-Camerata unter Alexander Shelley. Damit öffnet der Konzertsaal im Museum Kunstpalast mal wieder seine Tore für die originelle Reihe „440 Hz“ — einen eigenwilligen Mix aus Pop und Klassik, der meist mit einer Party im Foyer erst um Mitternacht endet. Das Cross-Over-Format, das in unregelmäßigen Abständen im Schumann-Saal für ungewöhnlich junge und lebendige Atmosphäre sorgt, besteht bereits seit 2005.

Meist mit dem smarten Briten Shelley am Pult, der international ein gefragter Dirigent ist und dessen Karriere an der Schumann-Hochschule begann.

Nach dem Motto „Die Poplounge goes classic“ werden Sutter/Neuser und die klassischen Musiker berühmte Nummern zum Besten geben — wie „Englishman in New York“ von Sting, „She’s always a woman“ von Billy Joel und „Love Cats“ von The Cure. Daneben werden sie auch eigene Kompositionen spielen. „Darunter wird auch ein Liebeslied sein, das ich für meine Kinder geschrieben habe“, erklärt Henning Neuser, Vater von zwei Kindern.

Spannend dürfte sein, wie sich der Sound der Poplounge mit dem der Schumann-Camerata vereinen wird.

„Wenn wir zusammen auftreten, muss unsere Leidenschaft auf den Zuhörer überspringen“, sagen die beiden Berufsmusiker, die ihre langjährige Freundschaft der Musik verdanken.

Sutter und Neuser — beide spielen auch, wie in der Branche üblich, mit und in anderen Ensembles und Orchestern, leben auch andere Vorlieben aus, wie Sutter seinen Hang zur elektronischen Musik und Neuser in einigen Projekten als Song-Schreiber. Und sie haben Lehraufträge, auch an der Kölner Musikhochschule. Vielseitig und an vielen Orten sind sie unterwegs.

Als „Die Poplounge“ bewältigen sie ein Pensum von mittlerweile 40 gemeinsamen Auftritten. Wer regelmäßig „Montalk“ im WDR 2 — eine Talkshow mit Prominenten — hört, hat den speziellen Sound der zwei sicherlich häufig im Ohr.