Düsseldorfer Schumann-Haus soll Museum werden

Kultur Kompakt : Schumann-Haus soll Museum werden

Künstlersiedlung in Golzheim bleibt. Bedarfsbeschluss für Umbau- und Sanierungsmaßnahmen im Kunstpalast wurde genehmigt.

Das Schumann-Haus soll zum Museum werden. Der Kulturausschuss beschloss in seiner Sitzung am Donnerstag, einen Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss herbeizuführen. Das Haus in der Bilker Straße 15, in dem das Musikerehepaar Robert und Clara Schumann wohnte, soll unter der Leitung des Heine-Institutes geführt werden. Über den Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss der Ausstellungsausstattung mit Gesamtkosten von 728.000 Euro wird der Stadtrat am 4. Juli entscheiden.

Außerdem hat der Kulturausschuss dem Antrag der CDU zugestimmt, die Zukunft der Künstlersiedlung Golzheim zu sichern. Die Städtische Wohnungsgesellschaft Düsseldorf (SWD), die die Häuser an der Franz-Jürgens-Straße verwaltet, hatte zuletzt die Mieten für die Ateliers erhöht. Kulturdezernent Hans-Georg Lohe betonte, dass es der Stadt wichtig sei, „künstlerisches Arbeiten zu ermöglichen“. Sollten allerdings dauerhaft niedrigere Mieten gewünscht sein, müsse der SWD ein städtischer Zuschuss vom Kulturamt gewährt werden.

Auch der Bedarfsbeschluss zu den Sanierungs- und Umbaubaumaßnahmen im Kunstpalast genehmigte der Kulturausschuss. Bis Ende 2021 will Museumschef Felix Krämer das Kunsthaus im Ehrenhof in einen Erlebnis-Ort verwandeln. Alle Ratsfraktionen waren sich darin einig, dass es gerechtfertigt sei, die geplanten 29,4 Millionen Euro in fünf Maßnahmen zu investieren, darunter die Einrichtung einer Gastronomie im Belvedere, der Innenausbau der Sammlung, die Sanierung von Gebäudetechnik sowie von Bibliothek, Depotflächen und Verwaltungstrakt und die Ertüchtigung der Außenflächen.

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