Kulturnachrichten: Düsseldorfer Literaturpreis geht an Karen Duve

Kulturnachrichten : Düsseldorfer Literaturpreis geht an Karen Duve

Die Preisverleihung findet am 5. Juni im Forum der Stadtsparkasse statt.

Die Kunst- und Kulturstiftung der Stadtsparkasse Düsseldorf zeichnet mit dem „Düsseldorfer Literaturpreis“ Autoren aus, deren deutschsprachiges literarisches Werk inhaltlich oder formal Bezug auf andere Künste nimmt. Der diesjährige Preis geht an die in Hamburg geborene und in der Märkischen Schweiz lebende Schriftstellerein Karen Duve. Deren Buch „Warum die Sache schiefgeht“ durch die kontroverse Diskussion, die es auslöste, besonders in der Erinnerung blieb.

Duves Roman „Fräulein Nettes kurzer Sommer“, der ausgewählte Jahre aus dem jungen Leben der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff beleuchtet, überzeugte die siebenköpfige Jury als „lebensgeschichtliches Panorama“. In der Begründung durch Jury-Mitglied Verena Auffermann heißt es weiter: „Karen Duve zeigt in einem funkelnden Gesellschaftsbild das verschrobene Milieu ihrer adeligen Herkunft und ihrer skurrilen Verwandtschaft.“ Karen Duve entwerfe mit treffsicherem Witz und Sprachmacht das Portrait einer eigensinnigen jungen Frau, eingeschnürt in die Konventionen ihrer Zeit und Herkunft.

Der Preis, der mit 20 000 Euro dotiert ist wurde bisher an 16 Autoren vergeben. In der Jury finden sich Literaturkritiker (Ursula März, Hubert Winkels), die Leiter des Heinrich-Heine-Instituts (Sabine Brenner-Wilczek) und des Literaturbüros (Michael Serrer), die Geschäftsführerin der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland, Dorothée Coßmann, und auch ein Buchhändler, Rudolf Müller.

Die Preisverleihung findet am 5. Juni im Forum der Stadtsparkasse statt.

(Red.)