Kulturangebot für Kinder und Jugendliche zur Fußball-EM Filmmuseum bildet junge Regisseure aus

Düsseldorf · In den Osterferien haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, einen eigenen Kurzfilm zu drehen.

 Das Studio können die Jugendlichen beim Dreh ihrer Kurzfilme nutzen.

Das Studio können die Jugendlichen beim Dreh ihrer Kurzfilme nutzen.

Foto: Filmmuseum Düsseldorf

(kalux) Zur Fußball-Europameisterschaft bietet das Filmmuseum ein Programm für Kinder und Jugendliche von der vierten bis zur siebten Klasse an. Dabei werden die Gäste zu Videoregisseuren und drehen mit Unterstützung von Filmpädagogen bei einem fünftägigen Workshop in den Osterferien (24. bis 28. März) ihren eigenen Kurzfilm. Das mit 8860 Euro von der Landeshauptstadt geförderte Projekt „Der Fußball und ich“ sei zur anstehenden Fußball-Europameisterschaft als Vermittlungsprogramm entwickelt worden, sagt Karin Woyke, Leiterin der Bildungsabteilung des Filmmuseums. „Wir haben uns überlegt, wie wir die zwei unterschiedlichen Themen Film und Fußball verbinden können“, sagt sie und ergänzt, „da wir Filmworkshops schon sehr lange bei uns im Haus anbieten und sie sehr gerne von Gruppen, also von Kindern und Jugendlichen, in den Ferien angenommen werden, wollten wir das auch anbieten.“

In einem Theorieteil wird den Teilnehmern Wissen zu Themen wie Kameraperspektiven, Lichtgestaltung und Bildkomposition vermittelt; so lernen sie, wie das Medium Film funktioniert. In praktischen Übungen befassen sie sich mit ganz konkreten Fragen: Wie wird der Fußball im Film dargestellt? Wie sind Szenen geschnitten? Wie können die Zuschauenden emotional angesprochen werden? Anschließend können die Jugendlichen in zwei Gruppen mit je zwölf Teilnehmern selbst kreativ werden und sich ihr eigenes Drehbuch überlegen – von der Themenauswahl über das Skizzieren einer Handlung bis zur Auswahl eines Drehortes, der Rollen und Arbeitsverteilung. Einzige Voraussetzung: Im Film soll das Thema Fußball behandelt werden. Das kann durch Interviews, aber auch durch einen kurzen Spielfilm umgesetzt werden. Auch die Wahl des Genres ist eine Entscheidung der Teilnehmenden. Gedreht werden kann auf Bolzplätzen in der Umgebung oder im Museum selbst. Dafür stehen den Teilnehmenden zwei bis drei Tage zur Verfügung. Jede Gruppe wird dabei von zwei Filmcoaches begleitet.

Die Nachwuchsfilmer besprechen gemeinsam mit ihren Coaches, wie der Film geschnitten werden soll. Der Schnitt wird von den Kursleitern übernommen. Fußballkenntnisse sind für die Teilnahme nicht erforderlich. Bei der Premiere am 5. April können Familienangehörige und Freunde die fertigen Kurzfilme anschauen. Zudem werden sie im Juni auch im Vorprogramm von Spielfilmen wie „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“ des deutschen Regisseurs Wim Wenders aus dem Jahre 1972 in der Black Box gezeigt. „Das ist natürlich eine ganz tolle Sache, wenn man dann vor einem Wenders-Film läuft“, sagt Woyke.

Der Workshop beginnt am Sonntag, 24. März, um 11 Uhr und endet um 16 Uhr. An den folgenden vier Tagen (25. bis 28. März) findet der Kurs täglich von 10 bis 16 Uhr statt. Treffpunkt ist jeweils zehn Minuten vor Beginn im Foyer des Filmmuseums, Schulstraße 4. Getränke werden kostenlos gestellt, Speisen müssen mitgebracht werden.

Info Anmeldung telefonisch unter 0211 8994730 oder per E-Mail an ­­[email protected] (mit Namen, Alter, Telefonnummer, E-Mail). Maximal 24 Personen. Die Teilnahme kostet pro Person fünf Euro.

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