Düsseldorf: Bürger sollen Laubsäcke kaufen können

Herbstlaub : Bürger sollen Laubsäcke kaufen können

Stadt erwägt Start eines Pilotprojektes im Herbst – obwohl mehr für die Nutzung der Bio-Tonne spricht.

Bekommen die Düsseldorfer im Herbst von der Stadt Laubsäcke gestellt, um alle von den Bäumen gefallenen Blätter auf dem Gehweg oder im Garten aufsammeln zu können? Ja, grundsätzlich könne sich die Stadtverwaltung das vorstellen, teilt jetzt Gründezernentin Helga Stulgies auf eine entsprechende Anfrage der FDP im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen mit

Allerdings liefert Stulgies sogleich eine Reihe von Argumenten, die eher gegen diese Art der Laub-Sammlung sprechen.

So sei für die Laubbeseitigung auf Gehwegen die Awista zuständig,  Insofern könne die Stadt den Bürgern auch keine Aufgabe ,,nahelegen“ und womöglich Entgelte für Hilfsmittel wie den Laubsack berechnen, da die Bürger gleichzeitig Straßenreinigungsgebühr an die Awista zahlten.

Und generell  sei Laub am besten über die braune Biotonne zu entsorgen.

Im übrigen habe es von 2002 bis 21006 in Düsseldorf das kostenpflichtigen Angebot von Papiersäcken zur Laubsammlung bereits gegeben, sei aber kaum nachgefragt worden.

Bei nassem Wetter und entsprechend schwerem Laub seien die Säcke auch schon mal gerissen. Es müssten also ebenso reißfeste wie kompostierbare Laubsäcke angeschafft werden, betont Stulgies und nennt gleich noch eine Voraussetzung: Die Erfassung müsste mit der Sammlung der Biotonnen erfolgen,  die Nutzer hätten somit die gefüllten Laubsäcke am Abholtag neben der Biotonne auf den Gehweg zu stellen.

Bis zur Ausschuss-Sitzung am kommenden Freitag verspricht die Stadt jedenfalls eine Kostenkalkulation von der Awista für ein Pilotprojekt mit einer begrenzten Zahl von Laubsäcken. A.S.

Mehr von Westdeutsche Zeitung