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Die finsteren Abgründe der Schlacht auf Okinawa

Kultur Kompakt : Dokumentarfilm zur Schlacht auf Okinawa

Filmvorführung im Eko-Haus.

Das Netzwerk gegen Rassismus und Diskriminierung „Norikoenet Deutschland“ lädt am 24. September in Zusammenarbeit mit dem Eko-Haus zu einem Filmabend ein.

Der dabei gezeigte Dokumentarfilm „Jungensoldaten: Der geheime Krieg in Okinawa“ dreht sich um die japanische Inselkette zur Zeit des Zweiten Weltkrieges. Während der blutige, aber oberflächliche Krieg auf der Inselgruppe bekannt ist, brach im Dunkeln ein weiterer Krieg aus, über den bis heute geschwiegen wird. Eine Heimatgarde aus Jugendlichen und ein Militärsystem zur Überwachung der Zivilbevölkerung waren dabei nur der Anfang. Der Film hinterfragt die Rolle von jungen Elite-Generälen, die ihren Abschluss auf der „Nakano Schule“, einer staatlichen Militärschule, gemacht haben. Zeitzeugen seien sich laut den Regisseurinnen Chie Mikami und Hanayo Oya einig, dass die Regierung damals mit ihren Maßnahmen nicht zum Schutz der Bevölkerung gehandelt habe. Mit ihrem Film möchten sie die tatsächlichen Absichten der Regierung ans Licht bringen und die Vergangenheit mit der aktuellen Lage Japans verbinden. Zeitzeugen fürchten heutzutage eine sich wiederholende Tragödie, da das US-Militär auf den Inseln Ishigaki, Miyako, Okinawa und Amami Raketeneinheiten stationieren will. Andere Einwohner sehen jedoch in der geplanten Remilitarisierung nur den eigenen Schutz.

Die Dokumentation wird in japanischer Sprache mit englischen Untertiteln gezeigt.

Beginn der Filmvorführung ist um 18 Uhr im Eko-Haus am Brüggener Weg 6. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. mak

(mak)