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Kultur Kompakt: „Der Eindringling – eine Autopsie“

Kultur Kompakt : „Der Eindringling – eine Autopsie“

Helena Waldmanns Arbeit wird in der Reihe Eve of Destruction im FFT gezeigt.

In der Reihe „Eve fo Destruction“ sind im FFT Auseinandersetzungen mit dem Thema „Weltuntergang“ zu erleben. Das Naheliegende ist bisweilen nur ein Trugschluss. Innen, außen, politisch, gesellschaftlich, philosophisch und so fort – es muss nicht immer die Apokalypse biblischer Dimension sein. Vielleicht ist eine gewisse Ambivalenz auch bei der jüngsten Arbeit von Helena Waldmann schon im Titel angelegt: „Der Eindringling – eine Autopsie“ – der Name der Tanzperformance suggeriert Körperliches, ein Überwältigen und Zerlegen, ein Hineinblicken, eines von außen kommenden „Eindringlings“. Liest man die Ankündigung, so verrät sie, dass es um Aufeinandertreffen, um „Meetings“ geht. Diese schnelle Abfolge von Treffen changiert zwischen Erotik, Komik oder auch ganz offenliegendem Kampf. „Drei Tänzer greifen sich gekonnt an, verteidigen sich und schützen sich mit immer mehr Pratzen und Kick-Pads so sehr, bis sie schließlich nahezu bewegungsunfähig und damit schutzlos werden“, schreibt man in der Stückbeschreibung. Doch dieses sich Schützen vor dem Eindringling, das Aufbauen von einer den Körper umgebenden Mauer aus Abwehr, hat hermeneutische Implikationen auf mehreren Ebenen, diese können medizinisch sein, sozial oder auch rein ästhetisch aus der Sphäre des Balletts. Zentral zudem ist die Einbindung von realer Kraft in Form von Martial Arts. Laki

Freitag und Samstag, 29. und 30. November, jeweils 20 Uhr in den Kammerspielen des FFT (Jahnstraße 3). Freitag 19 Uhr Impulsvortrag von Susanne Ristow.

fft-duesseldorf.de