1. NRW
  2. Düsseldorf
  3. Kultur

Deichkind: Hauptsache Remmidemmi

Deichkind: Hauptsache Remmidemmi

Die Hamburger waren am Mittwoch im Stahlwerk zu Gast.

Düsseldorf. Ein Lied wie eine Ansage: "Remmidemmi (Yippie! Yippie! Yeah)" brachten die Hamburger Jungs der Party-Combo Deichkind am Mittwochabend im Stahlwerk fast gleich zu Beginn.

Ein Lied, das die Atmosphäre des Konzerts ihrer "Arbeit nervt!"-Tour auf den Punkt bringt. "Schmeiß die Möbel aus dem Fenster, wir brauchen Platz zum Dancen." Textlich, mit einer leichten Tendenz zum Prolligen, haben sich die Paradiesvögel der Szene noch nie zurückgehalten.

Harte Elektro-Beats und Textzeilen zum Mitgrölen. Das ist das Deichkind-Rezept. Dazu eine Bühnenshow, die ausgeflippter kaum sein könnte. In bunt besprühten und mit Leuchtstreifen beklebten Overalls aus Klarsichtfolie liefern die drei Musiker Partystimmung, mit der sie die mehr als 5000 Fans in der ausverkauften Halle sofort ansteckten.

Mehr als zwei Stunden bis ins Detail durchchoreographiert. Kontrollierte Ekstase. Und richtig ärgerlich war - wie so oft im Stahlwerk - eigentlich nur die Organisation. Die Reihe der frierenden Wartenden schlängelte sich noch bis nach Konzertbeginn fast bis zur Straße.

An der Garderobe mussten viele bis zu einer Stunde warten. Und die miserable Akustik sorgte dafür, dass die Lieder alle gleich klangen. Aber egal. Hauptsache Remmidemmi!