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Capri, ein Off-Raum auf dem Weg nach Düsseldorf-Flingern

Kultur Kompakt : Capri, ein Off-Raum auf dem Weg nach Düsseldorf-Flingern

Die Fenstergalerie zeigt Ballons von Sam Falls.

Auf dem Weg zu den Galerien in Flingern kommt man in der Regel an der Fenstergalerie Capri an der Ackerstraße 26 vorbei, einem Off-Raum. Er wird nicht-kommerziell über die Stiftung der Galeristen Sies und Höke betrieben und von Gesine Borcherdt kuratiert.

Der Name verspricht sonnige Gefühle, lässt an die Ferienzeit denken, verweist aber auch auf die Capri-Batterie von Joseph Beuys. 2007 wurde die Stiftung begründet. Seit 2015 bestimmt Borcherdt das Programm allein-verantwortlich. Sie stellt derzeit Arbeiten des Kaliforniers Sam Falls vor, der 1984 in San Diego geboren wurde und in Los Angeles lebt. Er kam nicht selbst zur Vernissage, sondern lässt mit vier großen, fleischfarbenen Heliumballons grüßen. Noch hängen sie an der Decke, aber sie werden fallen. Es scheint fast, als wolle Falls auf seinen eigenen Namen verweisen.

Die Ballons halten einen leuchtenden Neonstab, der zugleich den kleinen Raum erhellt. Derzeit schweben die Ballons, als befänden sie sich auf einer Kirmes. Doch sie werden sich im Laufe der Ausstellung immer mehr mitsamt dem Leuchtstab dem Boden nähern, bis sie kraftlos liegen bleiben.

Falls liebt das Spiel mit der Zeit und der Vergänglichkeit. So zeigt er an der Wand das Foto eines alten Friedhofs, dessen zwei Grabsteine ineinander verkeilt sind. Ein Memorial auf ein verstorbenes Ehepaar. An der Stirnwand hängt eine mit Farbe und Pflanzenresten, mit Staub und Erde bedeckte Arbeit. Sie lag ursprünglich im Freien und wurde von Wind und Wetter gezeichnet.

Bis 20. Juli, samstags 12-15 Uhr.