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Barbara Szczepanska von der Düsseldorfer Schumann-Hochschule hört auf

Kultur Kompakt : Klavier-Professorin Barbara Szczepanska von der Düsseldorfer Schumann-Hochschule sagt Adieu

Nach 30 Jahren nimmt die Dozentin Abschied. Zuvor gab es aber noch ein Konzert.

Viel Applaus gab es jetzt im voll besetzten Partika-Saal nicht nur für Nachwuchs-Pianisten. Die Schüler der Klasse von Barbara Szczepanska zeigten sich zum Teil in Bestform. Doch Blumen gab es am Ende für die Klavier-Professorin, die sich nach 30 Jahren Lehre in der Robert-Schumann-Hochschule verabschiedete.

Die gebürtige Polin kam 1989 nach Studium in Warschau und Lehrtätigkeit in Münster- an den Rhein. Von Anfang an legte sie besonderen Wert drauf, dass ihre Studenten öffentlich auftreten. Wie andere Hochschul-Kollegen, so organisiert sie regelmäßig Konzerte, bei dem der Nachwuchs demonstrieren kann, welches Niveau und welche Reife er erreicht hat. So auch in dem Abschiedskonzert: Neben Pianisten, die kurz vor oder nach dem Konzertexamen stehen, traten zwei Gäste auf: der 17-jährige Ivan Bessonov aus Moskau, der am Anfang seiner Karriere steht und über außerordentliche Musikalität verfügt. Später dann der renommierte Pianist Severin von Eckardstein, der zu den ersten Jungstudierenden von Szczepanska an der Hochschule gehörte.

Bereits vor mehr als zehn Jahren baute sie (lange Zeit als Prorektorin für künstlerische Praxis zuständig) den Studiengang für Jungstudierende aus, initiierte die Gründung des Hochbegabtenzentrums „Schumann Junior“ und leitete dieses Projekt. Sicherlich ein besonderes Verdienst der agilen Künstlerin, zumal hier Heranwachsende, die noch die Schulbank drücken müssen, neben dem Instrumentalunterricht auch in Musikgeschichte und Theorie unterrichtet werden.

Damit nicht genug: 2017 rief Szczepanska, im Auftrag des Hochschul-Freundeskreises, den ersten „Robert Schumann Wettbewerb für junge Pianisten“ ins Leben. Mit Abschluss-Konzert im Schumann-Saal, mit Orchester. Auch der zweite Wettbewerb 2019 war ein Erfolg, mit mehr als 60 Pianisten aus 30 Ländern.

Viel Zeit für Muße hat sie als Ruheständlerin noch nicht; neben der Vorbereitungen für den Klavierwettbewerb 2021 gibt sie ihr Wissen noch an einige Nachwuchs-Pianisten weiter. MGM