Ausstellung in der Tonhalle: Jazzmusik und Rassenwahn

Ausstellung in der Tonhalle: Jazzmusik und Rassenwahn

Der Musikwissenschaftler Albrecht Dümling organisiert eine Schau in der Tonhalle über den Umgang mit Kultur während der Nazi-Zeit.

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p class="text"><strong>Düsseldorf. Morgen wird die Ausstellung "Das verdächtige Saxophon - ‚entartete Musik’ im NS-Staat" mit einem Konzert in der Tonhalle eröffnet. Moderieren wird die Veranstaltung Ausstellungsmacher Albrecht Dümling. Der Musikwissenschaftler konzipierte bereits eine vor 20Jahren gezeigte Schau, die ebenfalls Bezug nahm auf die 1938 im Ehrenhof gezeigte Ausstellung "Entartete Musik". Die WZ sprach im Vorfeld mit Dümling

Herr Dümling, was ist neu an der neuen Ausstellung?

Dümling: Wir bieten nun auch eine Führung mit Tondokumenten. Das ist bei einer Musikausstellung ja naheliegend. Es gibt auch eine Schwerpunktverschiebung in Richtung Jazz. Deshalb wählten wir auch den neuen Titel. Außerdem konnten wir neue Erkenntnisse berücksichtigen.

Welche neuen Erkenntnisse?

Gab es außer der politischen, ethnischen oder religiösen Herkunft noch andere Ursachen, als entartet zu gelten? Spielten auch musikalische Parameter eine Rolle?

Letztlich ging es also gar nicht um die Art der Musik sondern um ihre Herkunft?

Sie sind Brecht- und Eislerspezialist. Eisler war in der DDR recht angesehen. Gibt es Musik, die in keinem totalitären System geduldet wird?

Gibt es einen aktuellen Bezug in Ihrer Ausstellung?