Tanzhaus NRW: Afro-Latin Dance Days zum 30.

Tanzhaus NRW : Afro-Latin Dance Days zum 30.

Eine Gala im Tanzhaus widmete sich dem Jubiläum.

Die Afro-Latin Dance Days gehören zur Identität des Tanzhauses NRW. Sie begleiten das Haus inzwischen seit genau 30 Jahren. Das Konzept von Anfang an: Namhafte Künstler, Tänzer aus Afrika und Lateinamerika hielten und halten Workshops am Tanzhaus, präsentierten und präsentieren aber gleichzeitig auf der Bühne ihre Kunst. So entstand und entsteht bis heute einmal im Jahr – im Dezember – eine wunderbare Verbindung und Vereinigung der doch so unterschiedlichen Kulturen in den Räumen des Tanzhauses. Hier trifft Salsa auf Tango, brasilianische Rhythmen auf traditionell afrikanische Tanzrichtungen oder auch Afro HipHop.

Diese gesamte Bandbreite macht die Dance Days so reizvoll und interkulturell in jeglicher Hinsicht, denn so kulturell vielfältig die verschiedenen Stile, so gemischt waren auch die Interpreten auf der Bühne, die sich im Rahmen der Gala unter der Federführung von Carlinhos Batá präsentierten.

Die Gala strahlte eine ungemein sympathische Aura aus. Sie wirkte wie ein Streifzug durch Sehsuchtsorte, wenn man es so möchte. Ausufernde und doch so kontrollierte afrikanische Tänze, Trommeln und kunstvolle Gesten. Dann Tango Argentino, gefolgt von einem Besuch beim  Karneval in Rio. Alles mit einer unbändigen Freude am Tanz, am Rhythmus, am Ausdruck, jeweils auf die ganz eigene Art. Doch mischt sich das alles wunderbar, wie man es in zwei Ensemble-Szenen zu Anfang und Ende eindrucksvoll unter Beweis stellte. Hier wirkten alle Künstler, beieinander stehend, sich bewegend, wie ein bewegtes Bild, ein Gruppenfoto, das zum Leben erweckt wurde und sich mehr und mehr in einen wilden Tanz entfesselt. Wunderbar, diese Idee.

Natürlich gab es auch reichlich Geburtstagsglückwünsche, auch an die „Mutter“ der Dance Days Dorothee Schackow, die in ihren einführenden Worten die Geschichte der Dance Days rekapitulierend, auf die außergewöhnliche Idee dieser Tanztage verwies.

Nach der Gala im bestens gefüllten Haus, zog man mit Künstlern und Publikum gemeinsam in das Foyer, um ausgiebig zu feiern.

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