Aeolus: Bläser-Wettbewerb unter weiblichem Jury-Vorsitz

Musik-Wettbewerb : Aeolus-Bläser-Wettbewerb unter weiblichem Jury-Vorsitz

Zwischen dem 17. und 20. September spielen Blechbläser aus aller Welt in der Robert-Schumann-Hochschule.

Bis Mitte September ist es noch ein bisschen hin, aber die Vorbereitungen für den diesjährigen Aeolus-Wettbewerb laufen schon auf Hochtouren. Der Bläserwettbewerb, der im Laufe der Zeit erhebliches Renommee gewonnen hat, ist das Herzenskind des Düsseldorfer Musik-Mäzens Sieghardt Rometsch. Jener hat unter der Federführung seiner Stiftung einen besonderen Ort geschaffen, an dem sich nicht wie so oft üblich, Pianisten, Sänger oder Streicher, sondern ausschließlich wechselnde Bläser im jährlichen Turnus miteinander messen können.

Der Wettbewerb widmet sich diesmal Blechbläsern

In 2019 sind es Posaune, Trompete und Tuba. Zwischen dem 17. und 20. September werden sich die hochkarätigen Teilnehmer aus aller Welt in den Räumen der Robert-Schumann-Hochschule präsentieren und von einer Jury beurteilen lassen. Diese Wettbewerbsrunden – es sind insgesamt drei – sind übrigens öffentlich und können vom Publikum besucht werden. Schließlich mündet das Bläsertreffen in einem Preisträgerkonzert am 22. September, 11 Uhr, in der Tonhalle.

In diesem Jahr gibt es aber auch eine Besonderheit, denn der Jury wird zum ersten Mal eine Frau vorsitzen. Ein Novum, ein Desiderat, wenngleich stets die Qualität und nicht das Geschlecht entscheiden sollte. Dennoch ist es gut, dass man somit implizit auch ein Signal setzt und gerade eine Dirigentin zur Vorsitzenden der Jury macht; erst jüngst ist die Gilde der Orchesterleiter auch sichtbarer keine reine Männerdomäne mehr geworden.

Die Polin Ewa Strusińska, Generalmusikdirektorin der Neuen Lausitzer Philharmonie, leitet also das Gremium, das sich die Bläsersolisten genau anhören und ihre künstlerische Qualität beurteilen wird. Die Namen der restlichen Jury klingen indes auch sehr gut in den Ohren derjenigen, die sich mit der Bläser-Szene auseinandersetzen. Jens Björn-Larsen, Tuba, Jonas Bylund, Posaune, Frits Damrow, Trompete, Patrick Harrild, Tuba, Pasi Pirinen, Trompete, Mike Svoboda, Posaune, und schließlich der Rektor der Musikhochschule in Düsseldorf Raimund Wippermann. Ein lebendiges Zeichen für die Kooperation mit der Robert-Schumann-Hochschule. Weitere Kooperationspartner sind zudem die Düsseldorfer Symphoniker, die das Preisträgerkonzert unter der Leitung von Hossein Pishkar begleiten und der Deutschlandfunk.

Auf dem Programm des Abschlusskonzertes (Karten Kosten 12 Euro, Schüler und Studenten zahlen drei Euro) steht Oskar Böhmes Konzert für Trompete op. 1, Launy Grondahls Concerto für Posaune und Eugene Bozzas Concertino für Tuba. Der Kartenkauf lohnt sich vorzeitig, da schon viele Plätze gebucht sind.

Weitere Informationen zum Wettbewerb und dem Ablauf unter

aeoluswettbewerb.de

Karten gibt es auf der Website der Tonhalle

tonhalle.de

Mehr von Westdeutsche Zeitung