Ackermans: „Ich könnte heulen“

Ackermans: „Ich könnte heulen“

Von der Sammlung Heinz Ackermanns ist fast nichts im K 21 zu sehen.

Heinz und Simone Ackermans haben leidenschaftlich Kunst gekauft. Ihre raumgreifenden Objekte voller Obsessionen und poetischer Melancholie waren nie fürs traute Heim gedacht. Sie sollten als Ganzes der Allgemeinheit zugänglich werden. 2005 kamen die Werke auf Vermittlung des damaligen Kultusministers Michael Vesper in K 21.

Thomas Schütte („Große Geister“), Reinhard Mucha („Deutschlandgerät“), Katharina Fritsch („Mann und Maus“) sind so alt wie Heinz Ackermans. Dasselbe gilt für Robert Gober aus Amerika oder Richard Deacon aus England. „Etwas anderes von dieser Qualität fällt mir nicht ein“, sagte Heinz Ackermans vor zehn Jahren im Gespräch. Kaum traf er wieder in Düsseldorf ein, ging er ins K 21. Er war bitter enttäuscht.

So gut wie nichts von seiner Sammlung ist ausgestellt, nicht einmal die Installation von Juan Munoz mit den 27 lachenden Chinesen in steingrauen Mao-Jacken, aber ohne Füße. „Mann und Maus“ ist auf Tournee in Peking.

„Ich bin so traurig“, sagt er nun. „Selbst die Bildschirme von Muchas „Deutschlandgerät“ laufen nur zum Teil. Es ist eine Schande. Ich will jetzt nicht heulen, aber ich könnte heulen“, sagt er.

Nach der Enttäuschung über die ehemalige Museumschefin Marion Ackermann setzt er auf ihre Nachfolgerin: „Ich hoffe, dass Susanne Gaensheimer, die ich noch nicht kenne, das Museum ändert. Das Haus muss eine Seele haben.“

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