Düsseldorf: Krisengipfel nach Medica-Ärger: Messe-Plakette für Taxifahrer gefordert

Düsseldorf: Krisengipfel nach Medica-Ärger: Messe-Plakette für Taxifahrer gefordert

Nach dem Ärger des Messechefs über pöbelnde Taxifahrer bahnt sich nach Austausch mit Innungschef eine Lösung an.

Düsseldorf. An der Messe könnten bald strengere Regeln für Taxifahrer gelten — vergleichbar mit denen am Flughafen. Das ist das Ergebnis des Krisengipfels mit Messechef Werner Dornscheidt und Taxi-Innungschef Dennis Klusmeier.

Dornscheidt hatte sich nach der Medica über pöbelnde Taxifahrer beschwert. Er selbst war massiv beschimpft worden. Zudem soll Messegästen der doppelte Preis berechnet und sollen Fahrten von der Messe in die City und zum Airport wegen zu kurzer Distanz verweigert worden sein.

Von einem „guten Gespräch“ sprach nun am Donnerstag Klusmeier, der zugestand, dass die sich die geschilderten Fälle „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ so zugetragen hätten. Allerdings sei etwa die Hälfte der auffällig gewordenen Fahrer nicht von der Zentrale vermittelt worden.

Um für bessere Verhältnisse an der Messe zu sorgen, soll laut Klusmeier geprüft werden, ob Taxifahrer, die zur Messe wollen, vorher einen Eignungstest machen müssen. Das heißt: Sie müssten etwa ein gepflegtes Fahrzeug vorweisen und Kreditkarten annehmen. Am Flughafen ist das seit ein paar Jahren so: Nur Taxifahrer, die die Inaugenscheinnahme überstehen, bekommen eine Plakette an die Windschutzscheibe geklebt, die auch kontrolliert werde. 70 bis 80 Prozent der Fahrer in der Stadt haben sie laut Klusmeier.

Der Innungschef richtet auch einen Appell an das Ordnungsamt. „Es sollte prüfen, ob es Möglichkeiten gibt, intensiver tätig zu werden, wenn sich Taxifahrer wiederholt nicht an die Regeln halten.“ Klusmeier meint den Entzug von Personenbeförderungsscheinen und Taxilizenzen. Die Innung könne die Fahrer nur vom Funk ausschließen.

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