Kranker Milky wurde am 1. Weihnachtstag nachts ausgesetzt

Tier-Schicksal : Kranker Milky wurde am 1. Weihnachtstag nachts ausgesetzt

Rüde Milky wurde von seinem Besitzern einfach an einem Baum im Südpark festgebunden, dazu legten sie einen Abschiedsbrief und Medikamente. Der sieben Jahre alte Mischling wurde am Donnerstag operiert und sucht nun neue Besitzer.

Eine traurige Weihnachtsgeschichte hat der Tierschutzverein zu erzählen: Am 1. Weihnachtstag meldete sich gegen 22 Uhr ein anonymer Anrufer im Tierheim und berichtete von einem angebundenen Hund im Südpark. Tatsächlich fand der Tierrettungsdienst an einem Baum den sieben Jahre alten Rüden Milky, zusammen mit einem Abschiedsbrief und Medikamenten. Der kleine Mischling war mitten in der Nacht ausgesetzt worden.

Wie ein Sprecher des Tierheims berichtet, baten seine Besitzer in dem  Brief darum, sich gut um Milky zu kümmern und man solle ihnen doch bitte nicht böse sein. „Letzteres fällt uns schwer - schon allein wegen der Umstände, unter denen man uns Milkys Schicksal überantwortet hat. Wir werden den Groll herunterschlucken und uns um Milky kümmern. So wie wir es in diesem Jahr rund 3.000 Mal bereits gemacht haben. Allein in den letzten zehn Tagen haben wir fast 100 Tiere in unsere Obhut genommen“, heißt es in einer Erklärung des Tierschutzvereins,

Tatsächlich wurde der Mischling schon am Donnerstag am Darm operiert und hat den Eingriff gut überstanden. Außerdem leidet er vermutlich an einem Parasitenbefall. Möglicherweise konnten Milkys Besitzer nicht für die Behandlungskosten aufkommen. 

Gepflegt wird der Mischling, der insgesamt in einem guten Allgemeinzustand war, privat von einer Mitarbeiterin des Tierheims. Nachdem ein Foto auf Facebook veröffentlicht wurde, haben sich schon 20 Interessenten gemeldet. 

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