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Kommission empfiehlt Weiterbau des geschützten Radwegs Am Trippelsberg

Konflikt am Trippelsberg : Kommission hält an Radweg fest

ADFC-Vertreter Josef Kürten kritisiert, dass die Firmen im Reisholzer Hafen ihre Probleme mit dem Radweg nicht deutlich darlegen.

Der Spielball ist wieder zurück im Feld der Politik. Der Ordnungs- und Verkehrsausschuss (OVA) wird sich in seiner Sitzung am 11. Juni wohl erneut mit dem Bau des geschützten Radwegs Am Trippelsberg befassen. Den Weiterbau hatte die Stadt gestoppt, weil es Beschwerden von ansässigen Firmen gegen das Projekt gibt. Durch den Bau eines abgepollerten Radweges fallen auf beiden Seiten der Straße Parkplätze weg. Die Klage eines Unternehmens liegt derzeit beim Oberverwaltungsgericht in Münster. Die Verwaltung hatte nach Gesprächen mit Firmen Kompensationsmaßnahmen für den Parkplatzwegfall vorgeschlagen. Unter anderem sollten neue Lkw-Parkplätze am Karweg und auf der Reisholzer Werftstraße ausgewiesen und der Wendehammer am Karweg Lkw-gerecht ausgebaut werden.

Die Kleine Kommission Radverkehr hat bei ihrem Treffen diese Woche mehrheitlich an einer zeitnahen Umsetzung der Protected Bike Lane festgehalten, heißt es in einer Zusammenfassung. Es sei die Auffassung vertreten worden, dass für die Problematik der Haltebereiche für Lkw die Firmen in erster Linie selbst verantwortlich seien und diese Lösungen suchen müssten, heißt es weiter. In der Kommission sitzen neben Vertretern der Ratsfraktionen und der Fachverwaltung auch zwei Mitglieder der Fahrradclubs ADFC und VCD.

Darunter Josef Kürten vom ADFC, der für die Grünen zudem in der Bezirksvertretung 9 sitzt. Er sagt: „Wenn man schon mal dafür sorgen würde, dass Dauerparker wie etwa Wohnmobile oder Transporter einer Firma aus Eller von der Straße Am Trippelsberg verschwinden, wären wir schon einen großen Schritt weiter.“ Er forderte die Firmen, die sich gegen den Bau der Protected Bike Lane wehrten wie auch die Verwaltung auf, die auftretenden Probleme genau zu benennen. „Ich bin sicher, dass wir dafür dann auch Lösungen fänden.“ Aus seiner Sicht kommt es nicht in Frage, dass durch das Ausarbeiten neuer Vorschläge durch die Verwaltung der Weiterbau des Radweges weiter verzögert wird. „Es gibt im Hafengebiet genügend versiegelte freie Flächen, die die Firmen als Parkplatz anmieten könnten.“

CDU-Ratsherr Rütz: Gespräch
mit den Firmen ist wichtig

Den Vorsitz der Radverkehrskommission hat CDU-Ratsherr Christian Rütz: „Ich halte es für nicht hinnehmbar, dass jetzt zwei Jahre nichts passiert. Da sind wir uns alle einig gewesen.“ Er findet es aber auch wichtig, dass weiter mit den Firmen gesprochen wird, um doch noch Lösungen für das Abstellen von Lkw im Gebiet zu finden. Sein Ratskollege Dirk Angerhausen (CDU) würde gerne beiden Seiten gerecht werden. „Ich freue mich deswegen über neue und ausgegorenere Vorschläge der Fachverwaltung.“