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„Knoten“ öffnete zum Olympia-Gucken

„Knoten“ öffnete zum Olympia-Gucken

Am frühen Sonntagmorgen drehte sich auch in Düsseldorf alles ums Eishockey. Deutschland traf im Olympia-Finale um die Goldmedaille auf Russland. Leider um 5 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Die sportbegeisterte Wirtin Isa Fiedler lud trotzdem zum gemeinsamen Gucken in ihren „Knoten“ ein.

„Ist doch Ehrensache“, sagte die Wirtin. „Die deutschen Jungs stehen tatsächlich im Finale. Das will ich zusammen mit meinen Gästen genießen. So etwas passiert so schnell nicht wieder.“ Die Gäste ließen sich nicht zweimal bitten. Schon um 3 Uhr kamen die ersten in die Gaststätte. Als um 7.10 Uhr die „Sendung für den aufgeweckten Fan“ begann, platzte der „Knoten“ fast an allen Enden.

Mittendrin: Landtagsabgeordneter Stefan Engstfeld (Grüne) und seine Frau, die OB-Sprecherin Kerstin Jäckel-Engstfeld — natürlich waren die bekennenden Eishockey-Fans in DEB- und DEG-Devotionalien gekleidet. Schulter an Schulter beobachteten sie das nervenaufreibende Finale und feuerten die Athleten lautstark an. Dabei gingen sie wie alle anderen durch ein Wechselbad der Gefühle.

In der Verlängerung war es plötzlich totenstill im „Knoten“. Als Russland dann zum entscheidenden 4:3 traf, machte sich Enttäuschung breit — hielt aber nur kurz an. Der ganze „Knoten“ war einfach nur noch stolz auf die DEB-Jungs, die Unglaubliches erreicht hatten. Stefan Engstfeld: „Wer hätte das schon vor dem Turnier für möglich gehalten? Diese Mannschaft hat doch bereits mehr gewonnen, als sie sich erträumt hat. Silber bei Olympia — das ist der größte Erfolg des deutschen Eishockeys.“