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Knochen lobt die Spieler der TuRU

Knochen lobt die Spieler der TuRU

Im Spiel in Essen wollen die Oberbilker erneut Moral zeigen. DSC ist im Abstiegskampf pur.

Ein größeres Lob kann ein Trainer seiner Mannschaft kaum aussprechen. „Die Mannschaft hat einen Super-Charakter“, sagte TuRUs Interimscoach Joe Knochen nach dem Oberliga-Nachholspiel bei Jahn Hiesfeld. „Ich hatte bei der Amtsübernahme sehr gute Gespräche mit allen Spielern. Doch manchmal sind das auch Lippenbekenntnisse.“ Doch die Spieler der TuRU lagen beim Spitzenteam aus Dinslaken zweimal zurück, zeigten Moral und waren am Ende dem Sieg sogar näher. „Die starke Trainingsbeteiligung zeigt mir auch, dass die Spieler mit Feuereifer bei der Sache sind, und an den Gerüchten, dass einige von ihnen nun nach dem Trainerwechsel und dem Weggang des Sportdirektors keine Lust mehr haben, ist offensichtlich nichts dran.“

Zudem freut sich Knochen, dass er eine „absolut topfite Truppe“ und ein „leichtes Erbe“ übernommen habe, die auch trotz der Belastung unter der Woche am Sonntag bei Schwarz-Weiß Essen keine körperlichen Probleme haben werde. „Wir sind nur vier Punkte hinter der Spitze. Wir möchten aus Essen auch etwas mitbringen“, sagt Knochen.

Die Bedeutung des Spiels gegen den RSC Cronenberg weiß Jörg Vollack genau einzuschätzen. „Der Letzte empfängt den Vorletzten, und wir dürfen nicht abreißen lassen“, sagt der Trainer des Düsseldorfer SC 99. Fünf Punkte Rückstand auf den aktuellen Gegner und acht aufs rettende Ufer hat die Vollack-Elf. Immerhin entspannt sich die personelle Lage leicht. Minister Antwi und Markus Zimmermann können spielen, Kristijan Stefanowski ist wieder beschwerdefrei, und auch Marc Paul steht wieder im Kader. Die Stimmung im Team ist „überraschend für den Tabellenplatz“ gut, sagt der Trainer, dessen Mannschaft sich jetzt endlich mal für den Aufwand belohnen möchte. Auf die Frage, ob der Kader tatsächlich in der Winterpause noch einmal verstärkt wird, reagierte Vollack vorsichtig. „Wir schauen uns um, werden aber nicht wahllos zugreifen“, sagt der DSC-Trainer. „Man muss schauen, was möglich ist und was uns weiterhilft.“ Bislang ist Vollack bewusst, dass sich seine Mannschaft vor allem mit Teams aus dem oberen Drittel nur messen könne, wenn diese einen schlechten Tag haben. Gegen Cronenberg morgen wird das anders sein.

Zu den von Vollack angesprochenen Spitzenteams zählt auch der SC West, der bisher nur zwei (hohe) Niederlagen kassiert hat. „Die Vorbereitung auf das Spiel beim VfB Hilden war durch die trainingsfreien Tage nicht ideal, weil wir nicht auf den städtischen Platz durften“, sagte West-Trainer Marcus John, der am Sonntag ein Duell auf Augenhöhe erwartet. „Die Zielvorgabe ist klar. Wir dürfen nicht nur reagieren, sondern müssen auch versuchen, die Null zu halten.“ Ein schneller 0:3-Rückstand wie gegen Bocholt sollte dann nicht wieder passieren. Neben den Langzeitverletzten fallen Sebastian Santana (Oberschenkel) und Mbona Kasela (beruflich verhindert) aus.