Kletterhalle: Alleine klettern ist in Heerdt tabu

Kletterhalle: Alleine klettern ist in Heerdt tabu

Wer bis ganz nach oben möchte, braucht Kondition.

Düsseldorf. Bis auf 14 Meter hoch geht es, wenn man auf die Spitze will — eine sportliche Herausforderung. „Deshalb kann man das Sportklettern auch nicht alleine bewältigen“, klärt Lars Kuhlmann, Geschäftsführer der Kletterhalle an der Wiesenstraße auf. „Man braucht immer jemanden, der einen sichert, vor allem richtig.“

Sonst führe das zu bösen Unfällen wie vor zwei Jahren, als ein Mann aus etwa zehn Metern abstürzte und sich lebensgefährliche Brüche zuzog.

„Fast immer ist menschliches Versagen die Ursache von solch schweren Verletzungen“, erklärt Kuhlmann. Deshalb schreibt er vor, dass, bevor man zum ersten Mal in die Wand geht, ein Klettergrundkurs absolviert werden muss, bei welchem die Techniken des Sicherns vermittelt werden.

Die Weltspitze des Kletterns erreicht zur Zeit Schwierigkeitsgrade von „Zwölf Minus“. In Heerdt gibt es immerhin Strecken von bis zur „Zehn“. „Das ist schon eine echte Herausforderung“, meint Kuhlmann. Die Skala beginne bei eins, „aber das ist eher eine steile Treppe“.

Die Halle hat ein angenehmes Ambiente. Wer nur zuschauen möchte, kann in der Mitte des Raumes sitzen, das Panorama genießen und zuschauen. Fazit: Sportklettern ist etwas für sportliche Leute und vor allem verantwortungsbewusste Menschen, denn Fehler werden hier unter Umständen böse bestraft. akrü

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