Kita an der Potsdamer Straße: Ein Wunderland für 85 Kinder

Kita an der Potsdamer Straße: Ein Wunderland für 85 Kinder

In der alten Berufsschule für Altenpflege ist jetzt eine Kita eingezogen. Eine Kooperation mit Senioren ist geplant.

Düsseldorf. Voll ist es im Treppenhaus. Wer Freitagnachmittag in die neue Kita Wunderland an der Potsdamer Straße möchte, kommt kaum durch das Gedränge. 85 Kinder haben sich hier versammelt, um Oberbürgermeister Dirk Elbers ein Ständchen zu bringen. Seit dem 1. März haben sie hier eine Heimat gefunden, Freitag wurde Einweihung gefeiert. Mit den Eltern, Politikern und anderen Offiziellen.

Die ehemalige Berufsschule für Altenpflege ist kaum wiederzuerkennen. Das Gebäude wurde entkernt und auf die Bedürfnisse von fünf Gruppen mit Kindern zwischen vier Monaten und sechs Jahren abgestimmt. „Die Einrichtung ist wunderbar“, sagt Elvis Isenovik zufrieden.

Er wohnt an der Potsdamer Straße und hat lange einen Kindergartenplatz für seine beiden Söhne Almando und Almodin gesucht. Bis er auf das Schild stieß, das den Umbau ankündigte. So wie ihm ging es übrigens Vielen. „Der Kindergarten war vom ersten Tag an voll gebucht“, sagt DRK-Pressesprecher Thomas Jeschkowski.

Die neue Einrichtung ist Teil eines größeren Konzeptes: Langfristig geplant ist eine intensive Zusammenarbeit zwischen der Kita und der direkt angrenzenden DRK-Senioreneinrichtung. Allerdings wird das noch etwas dauern, denn erst einmal muss die Senioreneinrichtung auf den neuesten Stand gebracht werden. Dazu werden die Senioren in eine neue Einrichtung an der Grafenberger Allee ziehen.

Ab nächstem Frühjahr wird das alte Haus umgebaut und um ein Stockwerk erhöht. Dennoch gibt es danach nur noch 135 statt wie bisher 155 Plätze, weil das neue Haus fast ausschließlich Einzelzimmer haben wird. Bis dahin ist noch einiges zu tun. „Aber auch die Kinder brauchen Zeit, sich erst einmal an die neue Einrichtung zu gewöhnen“, sagt die kommissarische Leiterin Kirsten Hucks.

85 Kinder aus insgesamt 14 Nationen, das ist für den Nachwuchs eine große Herausforderung. Und dann auch noch das große Fest Freitag, da flossen schon hin und wieder mal Tränen. Doch die waren schnell getrocknet, als sich der Trubel entzerrt hat und das große Freigelände zum Spielen freigegeben war.

Wer Lust hatte, konnte es sich in der Hängeschaukel gemütlich machen oder einfach in die gewohnten Gruppenräume zurückziehen. Über die Kosten des Gesamtprojekts schweigt das DRK: „Wir sind nur Mieter, der Bauträger ist die First-Retail GmbH“, hieß es dazu am Freitag.

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