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Kö-Bogen II: Kaum Kritik am „Ingenhoven-Tal“

Kö-Bogen II : Kaum Kritik am „Ingenhoven-Tal“

Überarbeitete Pläne wurden öffentlich vorgestellt.

Düsseldorf. Im Gegensatz zur Erstvorstellung der Kö-Bogen-II-Pläne vor einem Jahr war gestern Abend wenig los im Henkel-Saal. Gerade mal 150 Bürger ließen sich die überarbeitete Version des künftigen Gründgens-Platzes mit dem „Ingenhoven-Tal“ und seinen begrünten Bauten mit abgekippten Fassaden präsentieren. Erst in Vorträgen von den Dezernenten Gregor Bonin (Planung) und Stephan Keller (Verkehr) sowie des Architekten Christoph Ingenhoven. Dann in einem poppigen Werbefilmchen.

Danach ging es sachlich-friedlich zu, es gab keine Debatte über die Planung, sondern nur Nachfragen zu baulichen und gestalterischen Details. Wie weit sind die Bahngleise von der Markthalle entfernt? Wird der Radweg markiert? Ein Mann fragte sogar, ob er nicht am künftigen Hauptgebäude mit seiner terrassenförmigen Hecken-Fassade zum Gründgens-Platz hin einfach hochklettern könne?

„Nein“, beruhigte ihn Ingenhoven, „wir werden die Fassade so gestalten, dass dies sehr unangenehm für Sie würde.“ Schauspielhaus-Intendant Günther Beelitz immerhin ließ seinen Groll über die ominösen Mauern auf dem Gründgens-Platz („Sie dienen nur als Graffiti-Dose und als Urinal, sie gehören weg“).

Ende 2015 soll der Bau des Kö-Bogens II beginnen, im März 2018 alles fertig sein.