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Kamera zeichnete Messerangriff in Asiamarkt auf

Gericht : Prozess um Überfall auf Asiamarkt

Der Besitzer eines Asiamarktes an der Stresemannstraße wurde bei der Messerattacke schwer verletzt. Seit Donnerstag muss sich ein 33-Jähriger vor dem Landgericht dafür verantworten.

Durch einen Stich in den Hals wurde der Besitzer eines Asiamarktes an der Stresemannstraße Anfang Juni schwer verletzt. Seit Donnerstag muss sich ein 33-Jähriger wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung vor dem Landgericht verantworten. Der Mann hat die Tat gestanden.

Der gesamte Überfall ist auf einem zwölf Minuten langen Video aufgezeichnet worden, das in der Verhandlung gezeigt wurde. Zunächst hatte der Angeklagte sich gegen 19.20 Uhr ganz normal von dem 57-jährigen Besitzer beraten lassen, der allein in dem Geschäft war. Als der in die hinteren Räume ging, um ein Päckchen Reis zu holen, folgte ihm der 33-Jährige. Plötzlich umfasste er den Geschäftsmann und fügte ihm eine tiefe Wunde am Hals zu. Obwohl der 57-Jährige stark blutete, wehrte er sich. Es kam zu einer Rangelei. Zeitweise hatten sogar beide ein Messer in der Hand.

Das Opfer leidet immer noch an den Folgen des Überfalls

Schließlich gelang es dem Angeklagten, mit 120 Euro Beute zu flüchten. Er konnte aber wenige Tage später festgenommen und verhaftet werden.

Wie der Besitzer des Asiamarktes erklärte, leide er bis heute an den Folgen des Überfalls. Die Narbe am Hals sei noch nicht verheilt und er habe immer noch Angst, allein in dem Geschäft zu stehen. Der 57-Jährige denkt sogar darüber nach, den Asiamarkt aufzugeben.

Der Angeklagte räumte die Tat ein. Er habe an dem Tag erheblich unter Drogeneinfluss gestanden und kann sich an vieles nicht erinnern.