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Jugendpolitik startet neue Projekte gegen die Folgen von Kinder-Armut

Jugendhilfe : Düsseldorf: Drei Projekte sollen die Folgen von Armut bei Kindern mildern

Jugendpolitik beschließt Ausbau der Kita-Einganguntersuchungen, mehr Geld für die Teilnahme an Ausflügen und Reisen sowie Geld für den „Lernort Stadion“.

Die Jugendpolitiker wollen die Folgen von Armut bei Kindern und Jugendlichen mildern. Dafür wurde ein Antrag der Ampel-Fraktionen von SPD, Grünen und FDP am Dienstag im Fachausschuss einstimmig angenommen, der drei Projekte vorsieht, die insgesamt knapp 350  000 Euro kosten. „Sie sind alle zeitnah umsetzbar und für betroffene Kinder und Jugendliche zugleich sehr wichtig“, sagte Paula Elsholz von den Grünen.

Der Löwenanteil von 300 000 Euro sollim Bereich „Gesundheit und Erziehung“ eingesetzt werden, indem die freiwillige Kita-Eingangsuntersuchung an den drei sozial belasteten Standorten Rath/Mörsenbroich, Wersten-Südost und Hassels-Nord abgesichert und ausgeweitet werden kann. Denn mit der Untersuchung können sehr früh der Entwicklungsstand der Kinder und etwaige Defizite erkannt werden.

Im Bereich Teilhabe soll die Erweiterung des bestehenden Stadtbezirksfonds künftig deutlich mehr Kindern und Jugendlichen, die in belastenden sozialen und persönlichen Verhältnissen leben, die Teilnahme am Düsselferien-Programm und anderen Freizeitangeboten ermöglichen.

Ganz konkret um Fortuna und Bundeliga-Fußball geht es beim Projekt „Lernort Stadion“, das mit 25 000 Euro von der Stadt gefördert wird. Achim Radau-Krüger vom Projektträger Jugendring betont, dass die Arena auch ein gutes Lernumfeld für benachteiligte Jugendliche sein könne, weil sie sich bei den ein- bis dreitägigen Veranstaltungen mit  den Themen Toleranz, Fair-Play, Antidiskriminierung und Gewaltprävention befassen könnten. Auch wenn das alles natürlich gerade nicht immer auf dem Rasen und auf den Rängen vorgelebt wird. In vielen Städten organisieren die Fan-Projekte der Vereine dieses Angebot. In Düsseldorf trägt die Deutsche Fußball Liga (DFL) 40 Prozent der Kosten, Fortuna übernimmt weitere zehn Prozent, die andere Hälfte übernimmt die Stadt Düsseldorf.