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Joseph-Beuys-Ufer Düsseldorf: Neuer Radweg am Rhein im August fertig

Radverkehr in Düsseldorf : Bau des Rhein-Radwegs: Eine Spur weniger für Autofahrer

Mit einer neuen Anordnung der Fahrspuren des Joseph-Beuys-Ufers soll an der Rheinseite der nötige Platz für einen Zweirichtungsradweg entstehen.

Die Pläne für den neuen Radweg entlang des Rheins am Joseph-Beuys-Ufer stehen kurz vor der Umsetzung. Norbert Czerwinski (Grüne), Vorsitzender des Ordnungs- und Verkehrsausschusses, rechnet damit, dass bei der Sitzung nächste Woche für die Beschlussvorlage der Verwaltung gestimmt wird. Ende des vergangenen Jahres hatte auch der ADFC einen Alternativvorschlag eingebracht, den die Stadt nach einer Überprüfung für nicht umsetzbar hält.

Die Pläne des Fahrradclubs und der Stadt liegen aber nicht weit auseinander. Beide möchten, dass mit einer neuen Spurführung der Straßenraum des Joseph-Beuys-Ufer so aufgeteilt wird, dass an der Rheinseite Platz für einen Zweirichtungsradweg gewonnen wird. Ziel ist, dass sich Radfahrer und Fußgänger auf dem gefährlich engen Abschnitt nicht mehr in die Quere kommen. Dafür will die Verwaltung Autofahrern stadtauswärts auf dem Stück hinter dem Rheinufertunnel eine Spur wegnehmen, was keine Auswirkungen auf den Verkehr haben soll. Andreas Hartnigk (CDU) begrüßt den Vorschlag auch deswegen, weil dann Autofahrer auf dem kurzen dreispurigen Abschnitt nicht mehr unnötig beschleunigen können, um sich dann wieder auf dem zweispurigen Teil gefährlich einzuordnen.

Breite des Zweirichtungsradwegs ist ein Kompromiss

Der zukünftige Zweirichtungsradweg soll 2,50 Meter breit sein. Für Norbert Czerwinski und den ADFC ist dies nicht die optimale Breite, laut dem Grünen hätten es an einer viel befahrenen Straße wie dem Beuys-Ufer eigentlich drei Meter sein müssen. Um nicht mehr als geplante zwei Platanen zu fällen, seien die 2,50 Meter allerdings ein Kompromiss. Der Fahrradclub hatte in seinem Alternativplan vorgeschlagen, auf die Mittelinsel zu verzichten, um damit noch mehr Raum an der Seite zu gewinnen. Das lehnt die Stadt aber ab, weil dann Lkws Probleme wegen ihrer Abbiegeradien bekämen.

Für Czerwinski sind die Pläne der Verwaltung nun eine „zufriedenstellende und schnell umsetzbare Übergangslösung“ für die nächsten Jahre, bis einmal die Rheinuferpromenade verlängert wird. Es sei keine politische Frage gegen den ADFC, sondern eine technische Umsetzungsfrage gewesen. Rund eine Million Euro kostet das Projekt, Baubeginn soll im April und die Fertigstellung im August sein.