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Jan van Weyde: „Comedy ist die Königs-Disziplin“

Jan van Weyde: „Comedy ist die Königs-Disziplin“

Jahrelang spielte Jan van Weyde in der Soap „Sturm der Liebe“. Freitag startet er eine neue Comedy-Reihe. In einer Kneipe. Was er da macht, verriet der Moderator im WZ-Gespräch.

Jan van Weyde ist ein Multitalent — Schauspieler, Comedian und Synchronsprecher. Am Freitag ist er erstmals Gastgeber. „Ausgefuchst — Kneipengelächter“ heißt die Comedy-Show, die ab sofort einmal im Monat das „Fuchs im Hofmann’s“ in Unterbilk zum Beben bringen soll. Wie er das macht, verriet der Moderator im WZ-Gespräch.

Sie sind ein erfolgreicher Schauspieler. Warum der Wechsel zur Comedy?

Jan van Weyde: Ich habe das schon immer vorgehabt, habe mich aber lange nicht getraut. Für mich ist Comedy immer noch die Königs-Disziplin. Sich nur mit einem Mikrofon auf die Bühne zu stellen und eigene Texte und Ideen vorzutragen, das erfordert jede Menge Mut.

Wie funktioniert das?

Jan van Weyde: Vor dreieinhalb Jahren habe ich angefangen. Ganz klein. Meinen ersten Auftritt hatte ich dann bei ’Kunst gegen Bares’ in Köln. Das ist eine gute Basis, man wird von anderen Kollegen eingeladen und ist sehr froh. Jetzt freue ich mich darauf, Gastgeber zu sein und andere einladen zu können.

Geht das zu Lasten der Schauspielerei?

Jan Van Weyde: Ich werde inzwischen gut gebucht und 90 Prozent meiner Arbeit geht in die Karriere als Comedian. Ich habe jahrelang im ’Sturm der Liebe’ gespielt. Aber da ist man halt ein ’Soapie’. Es ist keineswegs so, dass es danach Angebote hagelt. Aber ich nehme weiter Rollen an, wenn es sie gibt. Gerade erst habe ich eine Folge der RTL-Serie „Der Lehrer“ abgedreht.

Und Sie haben noch ein drittes Standbein. Viele kennen ihre Stimme...

Jan van Weyde: Ja, ich mache Werbung und arbeite als Synchronsprecher. Zuletzt für Kaugummi und Autowerbung. Das sind Sachen, die nehme ich dann in meinem Comedy-Programm auch auf die Schippe. Ich synchronisiere manchmal auch Video-Spiele. Das macht Spaß.

Comedy in Kneipen hat sich zu einem Trend entwickelt. Ist es nicht irgendwann zu viel?

Jan van Weyde: Ich glaube, die Leute haben entdeckt, dass es eine ganz andere Atmosphäre ist, wenn man Dinge live erlebt und nicht nur am Fernsehschirm. So sind viele neue Bühnen entstanden und das ist toll. Ich bin davon überzeugt, dass sich Qualität am Ende durchsetzt.

Wie sieht die Qualität beim „Fuchs im Hofmann’s“ aus?

Jan van Weyde: Ich werden den Abend moderieren und Teile aus meinem Programm vorstellen, manchmal auch etwas Neues ausprobieren. Ich erzähle gern von meinen Erlebnissen. Auch als junger Vater einer dreijährigen Tochter. Und dann stellte ich die anderen Künstler vor. Das wird eine Mischung aus bekannten Comedians und Newcomern sein. Ich finde es sehr wichtig, dass man den Nachwuchs fördert.

Was erwartet die Zuschauer bei der Premiere?

Jan Van Weyde: Ich habe mit Friedemann Weise und Micha Marx zwei tolle Kollegen eingeladen. Weise macht eine Art Anarcho-Comedy. Micha Marx, den ich übrigens auch bei ’Kunst gegen Bares’ kennen gelernt habe, arbeitet mit Comic-Zeichnungen auf der Bühne. Dabei hat er sehr lustige Charaktere entwickelt. Und als Newcomer ist diesmal Bora Bora dabei, über den ich mich sehr freue.

„Ausgefuchst — Kneipengelächter mit Jan van Weyde“ startet am Freitag um 20 Uhr im „Fuchs im Hofmann’s“, Benzenbergstraße 1. Einlass ist um 18.30 Uhr. Der Eintritt kostet zehn Euro. Weitere Informationen gibt es unter www.facebook/RedensArtEvents.