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Investor setzt auf Studentenwohnheim

Investor setzt auf Studentenwohnheim

In Derendorf entsteht das erste privat finanzierte Wohnheim der Stadt. Die Mieten liegen zwischen 500 und 600 Euro.

Es tut sich etwas an der Merziger Straße 19, dort wird Düsseldorfs erste privat finanzierte Studenten-Wohnanlage gebaut. Schon bald können die ersten Bewohner einziehen, gestern wurde Richtfest gefeiert. Wir haben uns mit Tilman Gartmeier, Gründer und Geschäftsführer des Investors Cube Real Estate, über das 17 Millionen Euro teure Projekt unterhalten.

Investor setzt auf Studentenwohnheim
Foto: Rendertaxi

Was genau entsteht an der Merziger Straße?

Gartmeier: Dort wird es 111 Wohneinheiten zwischen 19 und 75 Quadratmetern geben. Insgesamt können einmal 127 Bewohner in das Haus einziehen. Bauherr ist Cube Real Estate aus Köln. Eigentümerin die Commerz Real, ein Unternehmen der Commerzbank-Gruppe.

Wann können die ersten Studenten einziehen?

Gartmeier: Die ersten Bewohner können voraussichtlich im Oktober einziehen.

Das Wohnheim wird das erste privat finanzierte in Düsseldorf. Was genau bedeutet das und wie ist es dazu gekommen, dass Sie dort investieren?

Gartmeier: Wir bauen überwiegend kleinere Einheiten, in der die Studenten eine eigene Wohnung haben. Unsere Wohnungen werden durch einen privaten Bauträger und ohne staatliche Unterstützung gebaut. Wir haben uns für den Standort entschieden, der in direkter Nachbarschaft des neuen Campus der Hochschule Düsseldorf liegt. Das ist ideal für Studenten. Die Landeshauptstadt hat zudem gute Voraussetzungen für die Investitionen privater Investoren geschaffen. Mit der Novellierung der Stellplatzverordnung wird der Bau von Studentenapartments erleichtert.

Wie schwer ist es, in einer Stadt wie Düsseldorf bezahlbaren Wohnraum für Studenten zu schaffen und wie gelingt Ihnen das?

Gartmeier: Heute ist es in Düsseldorf sehr schwierig, günstig zu bauen. Bauland ist knapp und entsprechend sehr teuer. Dazu kommen Vorschriften wie die Energieeinsparverordnung, die das Bauen weiter verteuern. Wir leisten unseren Beitrag durch den Bau kleiner Wohnungen. Den Quadratmeterpreis kann man zwar nicht als günstig bezeichnen, durch die kleinen Wohnungen sind die absoluten Preise aber für viele Studenten bezahlbar.

Wie hoch werden die Mieten denn sein?

Gartmeier: Die Mieten werden sich voraussichtlich im Schnitt zwischen 500 und 600 Euro pro Wohnung bewegen. Das sind ‚All-in-Mieten’. Alle Kosten wie Heizung, Wasser, Strom, Möbel und Internet sind inklusive.

Und wie trägt sich ein solches Projekt?

Gartmeier: Wir müssen mit Mieten kalkulieren, die den Betrieb wirtschaftlich machen. Es ziehen übrigens nicht nur Studenten ein, sondern auch junge Berufstätige.

Läuft die Vermarktung eigentlich schon?

Gartmeier: Das Objekt ist bereits an die Commerz Real verkauft. Die Vermietung startet voraussichtlich im Mai.