In Rath halten Politiker und Investor am vehement am Möbelhaus Höffner fest

Stadtplanung: Nach Aus für Möbelhaus-Pläne: Stadtteil-Politiker protestieren

Und es geht weiter im „Möbel-Krieg“: Der Höffner-Investor Kurt Krieger betont, er wolle an der Theodorstraße bauen.

Die Verwaltung will einen Neuanfang an der Theodorstraße haben und stoppt die Pläne für den Möbelhandel grundsätzlich, auch über das Möbelhaus Höffner hinaus. Doch der Höffner-Investor Kurt Krieger und die Bezirksvertretung im Rather Rathaus sind darüber nicht erfreut. Die Bezirkspolitiker protestierten daraufhin prompt, weil sie das Möbelhaus anstatt neuer Büros haben wollen. Investor Kurt Krieger (Höffner) hatte kurz vor Beginn der Sitzung schriftlich mitgeteilt, er verfolge weiterhin sein Möbelhaus an der Theodorstraße. Das spreche gegen das Argument der Planungsbehörde, es gebe keine Investitionsbereitschaft des Grundstückseigentümers.

Krieger schreibt, er habe bisher alle Verkaufsangebote abgelehnt. Er habe lange für den Standort Theodorstraße gekämpft und halte daran fest. Sein Zögern erklärt er damit, dass er die Übernahme der Firma Finke erst abwickeln müsse. Er bitte  die Verwaltung um ein Gespräch Ende März oder Anfang April.

Daraufhin wetterten die Bezirkspolitiker einstimmig gegen die Verwaltung wegen der fehlenden Rücksprache mit dem Investor. SPD-Sprecher Peter Rasp betonte, man müsse dem Grundstückseigentümer doch eine letzte Chance geben. Schließlich habe er sein Grundstück für mehrere Millionen Euro „entseucht“. Außerdem sei es inakzeptabel, dass die Verwaltung gleich mitteilt, was sie dort konkret vorhabe.

CDU-Sprecher Gerhard Peters erklärte, es gebe keinen Grund, an Kriegers Aussage zu zweifeln. An den Planungsbereichsleiter Jan Stöfer gerichtet, meinte er: „Sie müssen den Wunsch des Oberbürgermeisters, dort das Gelände schnell zu entwickeln, aufheben und dem Investor Zeit lassen.“ Auch er lehnt den Wunsch nach einem Bürostandort ab. „Wir wollen eine Belebung an der Theodorstraße haben.“

FDP-Sprecher Karsten Körner sah schon ein drohendes Verkehrschaos voraus,  denn 1000 Schreibtische würden auch 1000 Fahrzeuge am Kreuz Düsseldorf-Nord mit sich bringen. Die Verkehrsprobleme seien  dort schon heute gravierend. Außerdem sei es völlig unlogisch, eine Veränderungssperre auszusprechen und sich gleichzeitig zu wundern, dass sich etwa Schaffrath nicht meldet. Sein Vorwurf an Stöfer: „Ihr Auftreten hier und heute fasse ich persönlich als Erpressung auf. Uns so wenig Zeit zu geben, das geht nicht.“

Jan Stöfer wiegelte ab. Er wolle niemanden zu einer Entscheidung drängen. Man werde die Anregungen der Bezirksvertretung 6 prüfen. Aber die Vorlage werde im Planungsausschuss entschieden. Der tagt am 27. März.

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