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In Düsseldorf fehlen 1100 Plätze in Altenheimen

Altenpflege : Pflegeheime: CDU ist gegen Einstieg der Stadt

Debatte, wer wo Altenheime bauen soll, geht weiter. Klar ist nur: es fehlen aktuell schon etwa 1100 Plätze – und Flächen für Neubauten.

Die meisten alten Menschen in Düsseldorf möchten so lange wie möglich zu Hause wohnen bleiben, notfalls auch mit Hilfe eines ambulanten Pflegedienstes. Doch aufgrund der im Schnitt älter werdenden Bevölkerung müssen zugleich immer mehr doch irgendwann in ein Pflegeheim umziehen – da allerdings mangelt es an Plätzen. Aktuell gibt es rund 1100 Heimplätze zu wenig in Düsseldorf, Tendenz steigend. Längst ist eine politische Debatte darüber entbrannt, ob die Stadt hier nicht wieder viel aktiver selbst einspringen soll, sprich: ob sie selbst Pflegeheime bauen und/oder betreiben soll? Nein, sagt jetzt die CDU ganz deutlich.  „Die Träger der freien Wohlfahrtspflege können das nachweislich besser, ich sehe keinen Grund, warum die Kommune da wieder einsteigen sollte“, meint Andreas-Paul Stieber, der Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit und Soziales.

 Im Planungsausschuss am Donnerstag beantragt die CDU die Vorlage eines Konzeptes, wie zusätzliche Flächen für Pflegeheime bereitgestellt werden können. Stieber: „Wir brauchen mehr Flächen, dann können Awo, Caritas, Diakonie und andere Träger auch mehr Heime bauen.“ Denn Versorgungsengpässe, die es heute schon gebe, müssten so schnell wie möglich beseitigt werden.

Doch dass die „Liga Wohlfahrt“ tatsächlich nicht nur wegfallende Heimplätze ersetzt, sondern auch nennenswert neue Plätze schafft, bezweifelt die SPD. In der Partei ist man unzufrieden mit den Anstrengungen von freien Trägern, ja, diese hätten sich womöglich mit ihren voll belegten Häusern arrangiert und an weiteren Neubauten gar kein so großes Interesse. Das wiederum hatte Caritaschef Henric Peeters in der WZ zurückgewiesen und die Stadt aufgefordert, mehr geeignete Flächen bereitzustellen: „Dann bauen wir auch.“

 Neben dem Mangel an bezahlbaren Flächen in Düsseldorf wird auch fehlendes Pflegepersonal zu einem immer größeren Problem..