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Im Zoopark gehen die Arbeiten weiter

Im Zoopark gehen die Arbeiten weiter

Bezirksbürgermeister Uwe Wagner lobt auch das Engagement der Bürger in Flingern und Düsseltal.

Die WZ bat die Bezirksbürgermeister der zehn Stadtbezirke um ihre Rück- und Ausblicke auf das Geschehen in ihren Stadtteilen. Heute antwortet Uwe Wagner (SPD), Bezirksbürgermeister des Stadtbezirkes 2. Hierzu gehören die Stadtteile Flingern-Süd, Flingern-Nord und Düsseltal.

Was waren die wichtigsten Projekte, die in diesem Jahr in Ihrem Stadtbezirk realisiert wurden?

Uwe Wagner: Ich erinnere mich gerne an die Umbenennung der Luise-Rainer-Straße. Das wurde von der Bezirksvertretung initiiert, von der Mahn- und Gedenkstätte wissenschaftlich begleitet, vom Rat mitgetragen und beschlossen. Es ist ein schönes Beispiel für die Aufarbeitung der Geschichte Düsseldorfs. Auch die Übergabe des Stadtnaturparks in Flingern an die Bevölkerung war wichtig. Finanziert wurde der übrigens von der Stadt sowie den Anliegern Grafental, Metro und Living Circle.

Was konnte noch erreicht werden?

Wagner: Das ist der Erhalt der Linie 708 und die Verlegung der Endhaltestelle des 725er Busses von der Humboldt- an die Rethelstraße. Das alles nicht zuletzt durch starkes Engagement der Bürgerinnen und Bürger und der Bezirksvertretung.

Was steht im neuen Jahr ganz oben auf der Tagesordnung?

Wagner: Der dritte Bauabschnitt der Neugestaltung des Zooparks steht an, finanziert durch die Mittel der Bezirksvertretung. In diesem Zusammenhang hoffen wir auch auf eine Lösung des Gänseproblems. Die weitere Entwicklung in Grafental steht auf der Tagesordnung ebenso wie die großen Hochhäuer und Bauprojekte am Mörsenbroicher Ei. Hinzu kommt der Neubau von 50 Wohnungen an der Lacombletstraße.

Und welcher Stadtteil steht besonders im Fokus und warum?

Wagner: Große und wichtige Projekte gibt es in beiden Stadtteilen, zum Beispiel Grafental in Flingern und Upper Nord Tower in Düsseltal. Demzufolge steht keiner der beiden Stadtteile besonders im Fokus, eher der ganze Stadtbezirk.

Als Bezirksbürgermeister haben Sie viele Kontakte mit den Bürgern. Vielleicht erinnern Sie sich an eine Begegnung im vergangenen Jahr, die Sie besonders berührt hat oder Ihnen sehr wichtig war?

Wagner: Ja, das war die Verabschiedung von Luise Carson als langjährige Vorsitzende der Bürgerinitiative Flingern-Süd. Wir haben ihr die Ehrenauszeichnung der Bezirksvertretung verliehen, um ihre Verdienste um den Stadtteil zu würdigen. Ich habe mich aber auch über die vielen frohen Menschen gefreut, die die Etappe der Tour de France durch Düsseltal erlebt haben.

Mit welchen Beschwerden treten die Bürger an Sie heran?

Wagner: Viele Bürger haben sich über vermüllte Containerstandorte beschwert. Ein gesamtstädtisches Problem und schwer zu lösen, denn schließlich sind es ja die Bürger selbst und teilweise vielleicht sogar die Nachbarn der Beschwerdeführer, die den Müll verursachen. Kein schönes Thema, aber ich erlebe, dass die Awista sehr schnell auch die größten Vermüllungen beseitigt und in dem Zusammenhang finde ich es erwähnenswert, dass der OB für dieses Jahr ein neues Konzept zur Stadtsauberkeit vorgestellt hat.

Welcher Wunsch, welches Anliegen der Bezirkspolitiker wird auch 2018 wieder nicht erfüllt, weil es kein Geld dafür im städtischen Haushalt gibt?

Wagner: Eigentlich kann ich in der Hinsicht nicht klagen. Große und wichtige Projekte, wie z.B. der Zoopark konnten finanziert werden. Da wir einen ausgeglichenen und sicheren Haushalt haben, ist auch nicht zu befürchten, dass sich in naher Zukunft daran etwas ändert. Natürlich könnte man immer mehr Geld sinnvoll ausgeben, aber das wäre Jammern auf hohem Niveau.

Was sind größte Last und größte Freude in Ihrem Amt?

Wagner: Wenn das Amt für mich zur Last werden würde, würde ich es abgeben. Tatsächlich überwiegt die Freude an der Tätigkeit. An der Möglichkeit, mit vielen interessanten Menschen aus dem Stadtbezirk in den Dialog treten zu können. Und tatsächlich auch selbst Einfluss nehmen zu können, mit den Kollegen in der Bezirksvertretung das Leben im Stadtbezirk gestalten zu können.

Ihr persönlicher Wunsch für Ihren Bezirk im neuen Jahr lautet?

Wagner: An erster Stelle steht der Wunsch nach einem weiteren friedlichen Jahr ohne Katastrophen oder gar Terror. Ich hoffe, keine größeren Rückschläge bei der Umsetzung aller oben genannten Projekte zu erleben. Ich wünsche mir die Fortsetzung und Weiterentwicklung des besonderen Miteinanders aller Akteure im Stadtbezirk 2, so wie ich es in der Vergangenheit erlebt habe. Und ich wünsche mir die Integration aller Neubürger im Stadtbezirk, wo auch immer sie herkommen.

Termin: Uwe Wagner bietet am Mittwoch, 17. Januar, 10 bis 12 Uhr, eine Bürgersprechstunde an. Sie findet in der Bezirksverwaltungsstelle 2, Grafenberger Allee 68, statt. Wer nicht persönlich vorbeischauen kann, erreicht ihn telefonisch unter der Nummer 8924974. Zudem bietet Wagner individuelle Gesprächstermine nach Vereinbarung an.