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Im Stau-Vergleich landet Düsseldorf im Mittelfeld

Verkehr : Im Stau-Vergleich landet Düsseldorf im Mittelfeld

Autofahrten dauern nach Einführung der Umweltspuren zwar länger, in anderen Städten sieht es allerdings noch schlechter aus.

2072 Mal hätte ein Pendler im vergangenen Jahr „Imagine“ von John Lennon hören können, während er im Berufsverkehr im Stau stand. 108 Stunden hätte das nämlich gedauert und  genau so viel Zeit verloren im Durchschnitt die Menschen am Steuer ihres Pkws auf dem Weg zur Arbeit und wieder zurück im Jahr 2019. Für eine ohne Stau 30-minütige Fahrt musste zur Hauptverkehrszeit im Schnitt eine Viertelstunde mehr Zeit eingeplant werden.

Doch wie sind diese Ergebnisse des Verkehrsindexes von TomTom einzuordnen? Im Vergleich der 26 in Deutschland untersuchten Städte landet NRWs Landeshauptstadt auf dem 14 Platz. Im Durchschnitt brauchten Autofahrer 24 Prozent mehr Zeit für eine Strecke, wenn die Zeit außerhalb des Berufsverkehrs mit berechnet wird. Schaut man nur auf die sieben größten Städte, weist Düsseldorf sogar die geringste Staubelastung auf und landet nach Auswertung von 413 Millionen hier gefahrenen Kilometer ganz hinten. Hamburg etwa verzeichnet einen Wert von 34 Prozent und ist Staustadt Nummer eins, Berlin und München folgen mit 32 und 30 Prozent, Köln kommt auf 26 Prozent.

Im Jahresvergleich zeigt sich allerdings auch, dass die Staus in Düsseldorf zunehmen – und zwar um drei Prozentpunkte mehr als noch im Vorjahr. Keine andere Großstadt verzeichnet so einen deutlichen Anstieg. Die Analysten von TomTom sehen den Grund dafür in der Einführung der Umweltspuren im Laufe des Jahres. In der Pressemitteilung des Dienstleisters heißt es: „Die Ausweichrouten, die verwendet werden, um die Innenstadt zu umfahren, weisen eine deutlich gesteigerte Verkehrsbelastung auf.“ Insbesondere der Übergang von der Münchener Straße zum Südring falle hier auf, gleichzeitig ist das auch eine Zufahrt zur Umweltspur auf der Merowingerstraße. Weitere Staufallen in der Stadt: die Oberbilker Alle zwischen Krupp- und Schmiedestraße sowie die Kreuzung der Erkrather Straße mit der Werdener Straße.