Im Pauslmühlen-Viertel werden 364 Wohnungen gebaut

Im Pauslmühlen-Viertel werden 364 Wohnungen gebaut

Investoren planen 34 Häuser mit 364 Wohnungen auf dem früheren BEA-Gelände. Bezirksvertreter sorgen sich um Parkplätze.

Düsseldorf. Die großen Bauprojekte in Benrath schreiten voran. Gleich mehrere Bauanträge für das Mühlenviertel standen in der letzten Sitzung der Bezirksvertretung 9 zur Diskussion. 34 mehrgeschossige Häuser mit 364 Wohnungen sollen zwischen Bahnhof und Telleringstraße entstehen. Das Problem bleibt der Verkehr: zu wenige Parkplätze, zu enge Straßen für immer mehr Verkehrsteilnehmer.

Die Politiker erteilten die nötigen Baugenehmigungen, äußerten aber Kritik an den Vorgaben der Stadt: „Es sind zu wenige Stellplätze vorgeschrieben. Wo sollen die Leute denn parken?“, sagt Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Graf. Eingeplant seien zwar deutlich mehr Plätze als erforderlich, doch das reiche nicht aus. Bei 362 Wohnungen werden Plätze für 302 Autos eingerichtet, Pflicht wären 209 Stellplätze.

„In dem Gebiet kommen ja noch weitere Bauvorhaben dazu“, ergänzt Graf. Auch wie der ansteigende Verkehr in den engen Straßen verlaufen soll, beispielsweise mit Start des Dürer-Kollegs, werde die nächsten Jahre Thema bleiben.

Der nächste Schritt ist aber zunächst der Abriss auf dem BEA-Gelände. Graf hofft, dass es dabei keine Verzögerungen mehr gibt. Der Baustart war ursprünglich schon für das Jahr 2016 vorgesehen. „Optimistisch gerechnet könnten die Häuser im Jahr 2020/21 fertig sein“, sagt Graf.

Die Pläne entsprechen in etwa denen, die vor rund eineinhalben Jahren Thema waren. Zu den Bauvorhaben zwischen Bahnhof, Eissporthalle und Telleringstraße gehören auch neue Straßen. Die Häuser sind größtenteils so angeordnet, dass sie Innenhöfe bilden, die großzügig begrünt werden sollen. Die Gebäude sind drei- bis fünfstöckig, mit Staffelgeschoss oder mit Treppen und Rampen, um Höhenunterschiede auszugleichen.

Zum größten der drei Projekte gehören 17 Häuser mit insgesamt 176 Wohnungen, angeordnet in zwei Blöcken; darunter wird eine Tiefgarage mit 127 Stellplätzen gebaut. Die Garage wird dabei über die Telleringstraße erreicht. Um die Feuerwehrzufahrt zu ermöglichen, muss ein Baum gefällt werden.

In einem weiteren Abschnitt sollen neun Häuser mit 106 Wohnungen entstehen, davon 48 als geförderte Wohnungen, dazu eine Tiefgarage mit 96 Plätzen. Im Erdgeschoss der Häuser sind zwei Großtagespflegen mit Platz für jeweils neun Kinder vorgesehen.

An der Telleringstraße 13, 15 und 17 sowie an einer neuen Straße entlang soll ein Block mit weiteren acht Häusern und 82 Wohnungen entstehen. Auch dort ist eine Tiefgarage eingeplant, mit 79 Stellplätzen. Die Einfahrt ist über die Telleringstraße vorgesehen, dafür muss ein Baum gefällt werden. „Wir hoffen, dass der Bauträger die Anzahl der Stellplätze insgesamt noch einmal erhöht, obwohl sie schon deutlich über den Vorgaben liegt. Das ist aber stets auch eine Kostenfrage“, sagt der Bezirksbürgermeister.

Mehr von Westdeutsche Zeitung