IHK wirbt für einen Rheinboulevard als Ost-West-Achse in Düsseldorf

IHK wirbt für einen Rheinboulevard als Ost-West-Achse in Düsseldorf

Düsseldorfer Einzelhändler verabschieden Positionspapier mit Handlungsempfehlungen zur „Innenstadt 2030“. Im Mittelpunkt steht eine Forderung nach einer Achse vom Wehrhahn bis zum Rhein.

Düsseldorf. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Düsseldorf fordert, dass die Innenstadt besser vermarktet und beworben wird. Dafür hat die Kammer am Montag das Positionspapier „Düsseldorfer Innenstadt 2030“ verabschiedet. „Wir wollen, dass die Düsseldorfer Innenstadt auch 2030 noch so attraktiv für Unternehmen, Besucher und Einwohner ist, wie heute — oder besser: noch attraktiver“, sagt IHK-Präsident Andreas Schmitz.

Dazu haben drei IHK-Ausschüsse sowie ein Arbeitskreis in Workshops Handlungsempfehlungen für die Innenstadtentwicklung erarbeitet. Denn: Die Tourismus GmbH werbe zwar mit neuen Logos und Sprüchen („Nähe trifft Freiheit“) für Düsseldorf als Stadt, eine auf die City konzentrierte Kampagne fehle aber. Im IHK-Positionspapier sticht dabei der Rheinboulevard, der als neue Ost-West-Achse im Zentrum gewünscht wird, heraus. Die Kaufleute wollen anstelle der räumlichen Trennung der Einkaufsmeilen eine „Verzahnung über einen Boulevard“. Der soll vom Wehrhahn im Osten über Schadowstraße, Königsallee und die Flinger Straße bis zum Rhein reichen.

Wie die Achse konkret erlebbar gemacht werden soll, bleibt noch vage, im IHK-Papier ist von „gestalterischen Aspekten“ die Rede, die durch eine gemeinsame Vermarktungsstrategie der Standorte flankiert werden soll, als Impulsgeber könne das Forum Stadtmarketing fungieren.

Weitere Forderungen der IHK: Events, Veranstaltungen, Messeaktivitäten und Kultur in der Innenstadt seien als „Rundum-Unterstützung“ für den Einzelhandel weiter zu stärken — am besten solche mit internationaler Strahlkraft. Dafür solle die Stadt weiterhin und mehr geeignete, zentral gelegene Flächen zur Verfügung stellen, das beweise das Beispiel Riesenrad am Burgplatz. Schließlich empfehlen die Unternehmen, die Gastronomie außerhalb der Altstadt auszubauen (Kö-Bogen II, Schadowstraße), weil das ein Besuchermagnet sei. A.S.