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Hoxbach in Düsseldorf Hassels soll renaturiert werden

Fertigstellung voraussichtlich 2025 : Hoxbach bekommt ein neues Bett

Das Gewässer in Hassels soll für 1,3 Millionen Euro renaturiert werden. Die Kosten dafür trägt der Landesbetrieb Straßen NRW.

(rö) Langsam arbeitet sich die Stadt Düsseldorf bei der Renaturierung ihrer Gewässer vor. Während etwa am Pillebach schon gebaut wird, sind Maßnahmen an anderen Bächen noch in der Planung, wie am Hoxbach zwischen Spandauer Straße und Altenbrückstraße. Der Hoxbach ist dort mit Betonschalen ausgekleidet. Naturnahe Strukturen sind laut Stadt dort nicht vorhanden. Nach Angabe des NRW-Umweltministeriums befindet sich Gewässerstruktur dort in einem sehr schlechten Zustand.

Betroffen sind die Sohl- und Uferstruktur sowie das Gewässerumfeld. Um den Forderungen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) nachzukommen, muss bei Fließgewässern wie dem Hoxbach ein guter ökologischer Zustand bis 2027 hergestellt werden.

Diese Zeitvorgabe schafft die Stadt mit ihrer Planung: Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss soll 2023 erfolgen, der Baubeginn soll Ende 2023 sein, die Bauzeit beträgt etwa 14 Monate, die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2025 geplant. Die Politik hat jetzt den für die Weiterplanung erforderlichen Bedarfsbeschluss gefasst.

Die Stadt muss aber für die Kosten nicht aufkommen, sondern der Landesbetrieb Straßen NRW. Dieser hatte bei Bauarbeiten an der A 46 im Bereich des Autobahndreiecks Düsseldorf-Süd in die Natur eingegriffen, wie die Verwaltung mitteilt. Als Kompensationsmaßnahme verständigten sich die Behörden darauf, dass der Landesbetrieb die Renaturierung des Hoxbachs bezahlt. Es entstehen Kosten in einer Höhe von rund 1,3 Millionen Euro.

Der Hoxbach soll unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten wieder einen naturnahen Gewässerverlauf bekommen. Um das zu erreichen, sollen ein zirka 680 Meter langer Gewässerabschnitt des Hoxbachs neu angelegt werden. Die Sohlbreite des Bachs wird dabei vergrößert und die Böschungen flacher gestaltet. Die Breite zwischen den Böschungsoberkanten liegt zwischen 18 und 35 Metern. Die gradlinige und starre Führung des Wasserlaufs wird aufgelöst. In Abschnitten, in denen Leitungen das Gewässer queren, verbleiben diese in ihrem jetzigen Verlauf, Böschungen und Sohle werden an diesen Stellen zusätzlich gesichert. Zusätzlich soll ein gewässerbegleitender Weg für Fußgänger und Fahrradfahrer angelegt werden, so dass dort eine Möglichkeit zur Naherholung geschaffen wird.

Zur Erfüllung der Vereinbarung mit Straßen NRW wurde mit den Planungen begonnen. Die Unterlagen wurden bei der Unteren Wasserbehörde zur Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens eingereicht. Im Verlauf des Genehmigungsverfahrens ergab sich die Notwendigkeit, den Bau einer Grundwasserreinigungsanlage in der unmittelbaren Nachbarschaft des Gewässers zu berücksichtigen, teilt die Verwaltung mit. Der Planfeststellungsbescheid wird im ersten Quartal 2021 erwartet.