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Hochzeit: Schnapszahl als Glückszahl

Hochzeit: Schnapszahl als Glückszahl

Am Samstag hatten die Standesbeamten viel zu tun. 30 Paare gaben sich am 7. Juli das Ja-Wort. Drei von ihnen erzählen der WZ ihre Geschichte.

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p class="text"><strong>Düsseldorf. Dass ihr frisch angetrauter Ehemann den Hochzeitstag vergessen könnte, davor hat Petra Winter (48) keine Angst. "Mein Mann hat ein prima Zahlengedächtnis, der merkt sich jedes Datum", ist sie sich sicher. "Wie alt bist Du noch mal, 49?", scherzt darauf Ehemann Heiko (42) und Petra Winter lacht beherzt. Überhaupt wird viel gelacht, vor dem Standesamt am Samstag, den 7. 7. 2007.

Wer heute hier ist, ist glücklich, von Muffensausen kurz vor dem großen Moment, keine Spur. Ein paar Tränchen fließen trotzdem. "Ich habe heute morgen schon geheult - aber vor Glück", sagt die frisch vermählte Winter. Sie hat ihren Mann vor sieben Jahren im Karnevalsverein kennen gelernt - eine Liebe auf den ersten Blick mit Hindernissen, erst seit dem 7. Februar 2005 sind sie ein Paar.

Ach, darum jetzt der 7. Juli? "Nee", sagt Petra Winter. "Der 7. Juli liegt genau zwischen meinem Geburtstag und dem von meinem Ehemann." Deshalb wird auch gleich zweimal geheiratet. Nach dem Foto vor dem Standesamt geht es weiter zum Friseur, danach in die Kirche, das Hochzeitskleid liegt schon bereit. Wie das genau aussieht, will die Braut lieber noch nicht verraten. Der Ehemann könnte sie hören und das soll ja bekanntlich Unglück bringen.

Sachiko lacht verschmitzt während der Ehemann erzählt. "Ich habe ihn ein wenig warten lassen", sagt sie - obwohl es auch bei ihr längst gefunkt habe. Dass Torsten den Namen seiner Frau annimmt, war für den 37-Jährigen von Anfang an klar. "Der ist doch so schön", sagt er und drückt seiner Sachiko dabei einen dicken Kuss auf die zierliche Nase.

Dann müssen sie weiter, das nächste Paar trifft samt Anhang vor dem Standesamt ein. Nur eine bleibt. Eine kleine Ente hat sich aus dem Hofgarten auf die Inselstraße verirrt und schnabuliert genüsslich die liegen gebliebenen Reiskörner und Rosenblätter vor der Eingangstür des Standesamtes.