Düsseldorf: Herbstferien: Großkampftag am Flughafen

Düsseldorf : Herbstferien: Großkampftag am Flughafen

Viele Passagiere reisten bereits Stunden vorher an, weil sie mit langen Wartezeiten rechneten.

Die Herbstferien haben begonnen — das bedeutet überfüllte Terminals und hektische Fluggäste am Airport. Petra Ebbinghaus (56) und ihre beiden Enkelkinder Nina (10) und Lea (13) sind sicherheitshalber vier Stunden vor ihrer geplanten Abflugzeit zum Flughafen gekommen: „Wir sind aus Bielefeld mit dem Zug angereist und fliegen um 16 Uhr nach Fuerteventura.“ Die Zeit bis zum Flug vertreiben sich die Drei am Samstag mit einem gemütlichen Frühstück. Der ganze Trubel um sie herum scheint sie nicht allzu sehr zu stören: „Es ist völlig verständlich, dass hier am Ferienstart mehr los ist als sonst, aber uns macht das nichts aus.“

Eine weitere Fuerteventura-Reisende ist Hildegard M. aus Meppen. Auch sie ist kurz vor 12 mit ihrem Gatten am Flughafen eingetroffen: „Wir haben gerade erfahren, dass unser Flug jetzt von Köln aus geht, weil unser Fluganbieter Air Berlin vor kurzem Insolvenz angemeldet hat. Das haben sie uns per Mail geschrieben.“ Das Ehepaar plant einen zweiwöchigen Aufenthalt auf der kanarischen Insel.

Viele lassen es sich auch nicht nehmen, einen Kurztrip übers Wochenende zu machen. So wie Moana Hofmann (37) aus Duisburg und ihre Freundin Katrin Wagner (42) aus Mülheim an der Ruhr. Sie sind mit der gesamten Familie im Auto angereist: „Wir zwei fliegen für ein Wochenende nach Hamburg. Wir werden shoppen, feiern und einfach eine Menge Spaß haben. Unsere Männer halten für uns die Stellung zu Hause.“ Damit die Wartezeit wie im Flug vergeht, gibt es Sekt zum Lockerwerden.

Familie Hoppe, bestehend aus Vater Peter (51), Mutter (50) und den beiden Söhnen Maximilian (18) und Julius (15) verbringen ihre Herbstferien in Boston an der amerikanischen Ostküste: „Wir sind seit 11 Uhr am Flughafen und hatten relativ viel Glück beim Verkehr hierhin, denn die Autobahn war staufrei. Wir sind aus Düsseldorf und die Anreise war für uns somit kein Problem.“ Insgesamt hat die Familie einen 10-stündigen Flug vor sich. Die Zeit bis dahin verbringen sie mit Lesen, Chatten und Musik hören.

Studentin Hannah (27) fliegt für zwei Wochen nach Südafrika: „Bis jetzt läuft alles gut und auch den Andrang empfinde ich nicht viel größer als in den anderen Feriensaisons.“ Andreas Kramer ist extra früher gekommen. Er fliegt nach Tunesien und sagt: „Ich habe fest damit gerechnet, heute länger für den Check-In zu brauchen als sonst. Deswegen bin ich frühzeitig hier aufgetaucht.“